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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

228 
II. Buch. Der Güteraustausch. 
ist tlnbedingt ein Schutz gegen einen plötzlich eintretenden Geldmangel und 
ein schleuniges Steigen des Tauschwerthes des Geldes. 
4. Soweit die edeln Metalle nicht als Geld gebraucht werden, ist für 
eine jede Art ihrer Verwendung eine bestimmte Quantität derselben erforderlich- 
Man braucht eine gewisse Menge Gold, um eine Kette daraus zu machen, 
wie man zur Anfertigung von ein Paar Schuhen eine gewisse Quantität 
Leder nöthig hat. Zur Herstellung einer Uhr, einer Kette oder eines Pokals 
ist eine Anzahl Unzen Gold erforderlich, welches auch immer der Werth des 
Goldes sein mag. Wenn es sich aber um die Verwendung der edeln Metalle 
zum Kaufe von Nahrungsmitteln, Kleidungsstücken oder Feuerungsmaterial 
handelt, so bedarf man nicht einer bestimmten Menge von Goldkörnern oder 
Unzen Goldes als Tauschmittel, sondern es kommt vielmehr auf den größeru 
oder geringern Werth des Goldes oder Silbers an. Je nachdem die edeln 
Metalle mehr oder weniger Werth besitzen, ist eine geringere oder grüßet 
Quantität derselben erforderlich, um die zu kaufenden Gegenstände mittelst 
derselben zu bezahlen. Die Verminderung der Herstellungskosten der Gold- 
platten hat ebenso einen entsprechenden Gewinn an Nationalvermögen zur Folş 
wie diejenige der Productionskosten von Kaffee, Thee oder Kohlen, und ebenso 
gewährt die Herabminderung der Herstellungskosten des Geldes durch verminderte 
Verwendung von Gold oder Silber den Vortheil, daß eine größere Quantität 
dieser Metalle zu andern Zwecken verfügbar bleibt. Qb ich aber ein Kleidung^ 
stück mit einer als Tauschmittel dienenden Münze bezahle, die doppelt soviel 
Goldgehalt hat als eine andere, ist an und für sich gleichgiltig. Es komwt 
nur darauf an, daß beide Münzen gleichen Tanschwerth haben. 
5. Je öfter das Geld binnen einer gegebenen Zeit von einer Hand in 
die andere übergeht, d. h. je schneller sein Umlauf ist, desto geringer kann 
der davon erforderliche Vorrath sein. Wenn viele schnell allfeinander folgen^ 
Geschäfte gemacht werden, kann man mit einem Geldbeträge ausreichen, ber 
nicht größer ist als der zur Abwicklung einer weit geringern Anzahl in länget 
Zwischenräumen aufeinander folgender Transactionen erforderliche. 
Ein klassisches Beispiel liefert in dieser Hinsicht ein Vorgang, der M 
im Jahre 1745 gelegentlich der Belagerung von Tournay abgespielt hat: b# 
Commandant dieser Stadt hatte nur soviel Geld, um den Soldaten den Loh" 
für eine Woche zahlen zu können; aber er fand Mittel, dieselben währen 
sieben Wochen zu bezahlen, indem er das Geld, welches die Soldaten in den 
Gasthäusern ausgegeben hatten, allwöchentlich von den Wirten borgte. 26 ä^ 
dasselbe länger als einige Tage in der Kasse des Commandanten, in b f 
Tasche der Soldaten oder in den Händen der Gastwirte geblieben, so 
zur Leistung der erforderlichen Zahlungen eine größere Menge desselben e ' 
forderlich gewesen.
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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