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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

8. Kap. Gemünztes Geld und Münzzeichen. 
247 
m den der Lateinischen Münzunion angehörigen Staaten verfahren. Nachdem 
"s Frankreich schon vor dem Jahre 1874 die Prägung der als Courantgeld 
Anenden Fünffrankenstücke für Privatleute verboten worden war, ist dieselbe 
^ŗch die Convention vom Jahre 1874 in allen der Union angehörigen 
Maaten überhaupt eingestellt worden, während mit den damals bereits im 
Ullauf gewesenen Münzen dieser Art noch immer unbeschränkt Zahlung ge= 
giftet werden kann. Aehnlich verhält sich die Sache in den Vereinigten 
Maaten. Hier war man im Jahre 1873 gleichfalls zur Goldwährung über 
langen. Aber die ungemein gesteigerte Production der Silberminen von 
kvada, Colorado und Neu-Mexico, welche sich gerade von diesem Zeitpunkte 
Un 1° sehr hob, daß sich der Gesamtbetrag des erzeugten Silbers mehr als 
Doppelte, führte zu einer Rücksichtnahme der Regierung auf die Silber- 
rvducenten und zu gesetzlichen Maßregeln, welche Silberankäufe zu Münz- 
àcken seitens der Union zum Gegenstände hatten und erst im Herbste 1893 
îêder außer Kraft gesetzt wurden. 
Q südlich hat Oesterreich-Ungarn im Jahre 1892 die Valutaregulirung 
Ņ Ģrund der Goldwährung im Princip beschlossen und den Anfang zur 
^^Ģhrung dieses Beschlusses gemacht, worauf durch die Gesetze vom Jahre 
4 ein weiterer Schritt auf dieser Bahn gethan wurde. 
müssen sicherlich sehr gewichtige Gründe gewesen sein, welche die Re- 
fast sämtlicher bedeutenden Staaten der civilisirten Welt bewogen 
m ^en Bimetallismus aufzugeben und — freilich mit einer gewissen 
Hill) * — öur Goldwährung überzugehen. Und es wird für diese Maßregel 
ein s^ŗen Aufrechterhaltung trotz aller dagegen gerichteten Angriffe namentlich 
fy j r filier wiegender Grund ins Feld geführt: die Stabilität des Geld- 
welche sich beim Bestände der Goldwährung eher und in viel höherem 
st e erwarten läßt als beim Festhalten an der Silber- oder an der 
Doppelwährung. 
jü ^welche sind nun aber die Argumente, mit denen die Goldwährung bekämpft 
Pre'sŞŗ^ņ pşiegt? Man klagt sie an, den gegenwärtigen niedern Stand der 
hervorgerufen zu haben, weil das Gold, welches nur mehr allein zu den 
prod lln ® ert internationalen Verkehrs verwendet wird, in ungenügender Masse 
^^îcirt werde und deshalb einen zu hohen Tauschwerth erhalten habe l . 
E. g’ Untcr den zum Theil sehr gewichtigen Vertretern dieser Ansicht, zu denen 
M. Neuwirth, de Soubeyran, der Engländer Göschen, die 
korben btr preußischen Agrarier u. a. gehören, ragt besonders der jüngst ver- 
seine,ņ ļ>°ch "ķsehene belgische Gelehrte Emile de Laveleye hervor, der in 
Ņnzkņds^ŗîb' L* monnaie et le bimétallisme international (Paris 1891), als der 
■ufo* und die Frage am unparteiischsten beleuchtende Vertheidiger dieser Richtung 
° en ist. Diesen Gelehrten stehen unter den Anhängern der Goldwährung als
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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