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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

256 
IL Buch. Der Güteraustausch. 
Lohnverhältniß eingehen wollen, wie es bei ländlichen Dienstboten noch viel 
fach üblich ist, wenn das Geld nach einem Jahre möglicherweise einen be 
deutend geringern Werth haben wird? Wo würde die Preissteigerung, welche 
bei der Wiederaufnahme der unbeschränkten Silberprägung augenblicklich ein 
treten müßte, ihre Grenzen finden? 
Es ist wahrlich nicht schwer zu begreifen, daß das Deutsche Reich angesichts 
der Verhältniffe, welche sich infolge der immer mehr ausgedehnten Silber- 
production bereits eingestellt haben und in allen Ländern, die der Silber- 
währung oder dem bimetallistischen System treu bleiben, mehr und mehr heraus 
bilden müssen, sich dazu entschlossen hat, durch die Gesetze von 1871 und 187 
die Goldwährung einzuführen. Nicht die durch das Deutsche Reich und dann auch 
anderwärts eingeführte Goldwährung ist die Ursache der Entwerthung des 
Silbers gewesen, sondern die einige Jahre zuvor begonnene großartige Aus 
beutung der Minen von Nevada L Die letztere ist es gewesen, welche den 
ungeheuern Preisfall hervorgerufen hat, der allerdings durch die Aenderung 
des Währungssystems so bedeutender Staaten verstärkt wurde. 
So ist denn der Uebergang zur Goldwährung, wo er irgend möglich 
ist, gerechtfertigt und rathsam. Freilich muß der Zeitpunkt mit Geschick g^ 
wählt und unter gewissen Umständen namentlich ein plötzlicher Uebergang 
vermieden werden. Auch erweist es sich als nothwendig, den dadurch ş 
schädigten Klassen der Bevölkerung, namentlich auch der Landwirtschaft treu 
benden Bevölkerung Compensationen durch Steuererleichterungen, SchutzM 
und andere geeignete Maßregeln zu gewähren. Wirksame Veranstaltung^ 
dieser Art würden in so manchen Fällen die Erregung der agrarischen Ķrşş 
beruhigt haben. 
Auf gewisse Bestrebungen, welche auf eine mehr oder minder sinnreich 
Art den durch die Preisschwankungen hervorgerufenen Uebelständcn abhķ 
wollen, kann hier nicht eingegangen werden. Dieselben sind entweder utolş 
oder setzen höchst umfangreiche Erhebungen der Preisverhältnisse und ^ 
wickelte Berechnungen der Preise voraus, deren Ergebniß durch parteiisş 
Borgehen der damit betrauten behördlichen Organe leicht unannehmbar 0' 
macht werden und von vielen nur schwer, von weiten Schichten der Be 
völkerung gar nicht controllirt werden kann. Dahin ist z. B. das sys#** 
multiple oder tabular standard of value zu rechnen, welches englst^ 
Nationalökonomen aufgestellt habend. Wieder ein anderes System vertn 
1 Man bedenke, daß von 1866 bis 1870 auf der gesamten Erde jährlich "" 
1 339 085 kg Silber, von 1871 bis 1875 jährlich bereits 1 969 425 kg zu Tage 0 
fördert wurden. 
2 Siehe den einschlägigen Artikel von Alfred Marshall in der.ConW# 
rary Review* (London, März 1887).
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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