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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

278 
II. Buch. Der Güteraustausch. 
betreffende Unternehmen in den Himmel erhebt, Scheinkäufe dieser Papiere vor 
nehmen und so das Publikum bewegen, dieselben um hohen Preis zu erstehen- 
Haben sie dann einen schönen Gewinn eingeheimst, so ziehen sie sich nach dein 
Verkauf ihrer Papiere zurück und überlassen das Unternehmen seinem Schicksale- 
Natürlich gibt es verschiedene Grade der Unehrlichkeit, mit der bei solchen 
Vorgängen verfahren wird. Manche Unternehmungen sind nicht ganz un 
gar schwindelhafter Natur, aber ihre Bedeutung oder die Chancen ihres Er 
folges werden entweder bewußt, oder auch weil diejenigen, welche die Ein 
führung der betreffenden Werthe auf der Börse besorgen, sich selbst in şş 
sionen wiegen, bedeutend übertrieben. 
Aber ganz abgesehen von dem durch den Verkauf derartiger Papiere an 
gerichteten Schaden wirkt die Börse noch in einer andern Richtung Nachtheil- 
Sie begünstigt nämlich eine ungesunde Neigung zum Speculiren uiib Spielen- 
Diese Neigung bethätigt sich bezüglich aller an der Börse gehandelten Werthe, 
wenn sie auch bei den einen in höherem Grade zu Tage tritt als bei andern- 
Die an der Börse abgeschlossenen Geschäfte haben nicht alle wirklich die Er 
werbung oder die Veräußerung von Werthpapieren zum Gegenstände, ^ 
großer Theil derselben charakterisirt sich vielmehr als reine Speculationskşş, 
die zum Behufe des Wiederverkaufs der erstandenen Werthe zu höherem PE 
abgeschlossen werden. Ein solches Vorgehen bedeutet nun aber, vom ^tan 
punkte des Nationalreichthums aus betrachtet, nichts als einen Verlust an 3 el 
und Geistesthütigkeit. So sollte es denn für die Speculationszweckc vC 
folgenden Transactionen eine Grenze geben, wenn die betreffenden Geschast 
auch den wirklichen Erwerb von Werthen zum Gegenstand hätten. Wie n * 
die Dinge liegen, haben die sogen. Termingeschäfte, durch welche fick) ’ 
Kontrahenten in der Art verpflichten, daß der eine dem andern an einem 1 
voraus genau festgesetzten Termine eine festgesetzte Menge von WerthpapieC 
zu einem bestimmten Preise zu liefern hat, eine ganz maßlose Ausdehnnn 
gewonnen. Es gibt verschiedene Arten derartiger Geschäfte, und viele de 
selben ähneln, wenn man von den technischen Formen absieht, einer We ' 
bei welcher es sich um den Preis handelt, den gewisse Werthpapiere an eine 
gewissen zukünftigen Datum haben werden. _ 
Bei dieser Art von Geschäften sind die Interessenten in hohem Ģra^ 
der Versuchung ausgesetzt, eine unerlaubte Agiotage zu treiben, d. h du 
der 
geschäftliche Operationen, die mit der wirklichen Sachlage, dem Stande 
betreffenden Unternehmungen u. s. w. in Widerspruch stehen, also z. B. du 
eine gesteigerte Nachfrage nach werthlosen Obligationen oder Actien oder bu 
ein ungerechtfertigtes, tendenziös vermehrtes Ausgebot werthvoller 
durch Verbreitung falscher Nachrichten auf die Preisbildung der in 5 rsl 
kommenden Effecten einzuwirken.
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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