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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

11. Kap. Der Credit (Fortsetzung). 
293 
ungebührlich einzuschränken, empfiehlt sich der folgende Vorgang. Man be 
arne für alle Darlehen ein, je nach ihrem Betrage, der Zeitdauer, für 
klche sie gewahrt werden, und der für die Rückzahlung gebotenen Sicherheit 
krschiedenes Maximum der zulässigen Zinsen und verordne, daß alles, was 
nrüber hinaus versprochen wird, nicht eingeklagt werden könne. Betreffs 
Er Wechselschulden und der Höhe des Discontos lasse man freie Hand unter 
kr Bedingung, daß sich nur die als Kaufleute in das Handelsregister ein- 
ģktragenen Personen, die in der Geschäftswelt einen gewissen Rang einnehmen 
n , ein gewisses Vermögen besitzen, durch Wechselschulden verpflichten können, 
sck . ^îese Weise werden die Bankhäuser nicht gehindert, Unternehmern in 
gieriger Lage Hilfe zu gewähren und zu dem Risico, dem sie ausgesetzt 
Ģ s'à Verhältniß stehende Interessen zu beziehen. Im ganzen gut situirte 
^.klchaftsleute können unter Umständen recht wohl hohe Interessen zahlen; denn 
jjj. bon ihnen in momentan schwierigen Lagen eingegangenen Schulden führen 
^ ^ ihrem Ruin, sondern zu dessen Abwendung. Ein anderer Vorschlag, 
^km bekannten belgischen Nationalökonomen Charles Perm gemacht, läuft 
hinaus, auch den Discont den Zinsbeschränkungen zu unterwerfen, aber 
Ne'ck häßlichsten Bank des betreffenden Landes, also z. B. in Deutschland der 
fltiT. èí>Qní ' dîk Befugniß einzuräumen, sich, wenn sie es für gut findet, nicht 
diese Schranken zu binden, worauf es dann auch allen andern Geldbesitzern 
w Eet sein solle, den Discont im gleichen Maße wie das leitende Institut 
ì^hôhen. Daß der Wucher auch unter Strafe zu stellen ist, braucht kaum 
kketi ņ.î werden. In dieser Hinsicht muß den Richtern eine gewiffe dis- 
îtqit° nrtre Gewalt eingeräumt werden, um den Wucher in allen seinen 0e= 
D taf en treffen zu können und nicht durch zu enge Definitionen an der Be- 
^'"8 gewisser höchst schädlicher Arten der Ausbeutung verhindert zu sein. 
ergibt sich aber die Frage, wie das gesetzlich erlaubte Maß der zu 
^' n í en à" bestimmen ist. Wird die aufzustellende Grenze zu niedrig 
Miiih ^ wird entweder der Abschluß nützlicher und berechtigter Darlehen 
èssenti Crtf àŗ e§ an ^iele die Versuchung heran, ein Gesetz, welches die 
dix j lC ^ C ^êinung für ungerecht hält, zu umgehen. Im erstem Falle müssen 
^halt^ vorübergehender Verlegenheit Befindlichen, welche kein Geld geborgt 
'hŗe Zuflucht zu Verkäufen, die unter solchen Umständen meist zu 
Ņlìlkļ îîģbņ ^kdingungen abgeschlossen werden, nehmen, anstatt sich durch ein 
q Hber Cn ^ er vorübergehenden Schwierigkeiten forthelfen zu können. Im 
şetzen n hingegen führt die Gefahr der Bestrafung, welcher sie sich aus- 
fü t ^ ^ie Darleiher dazu, daß sie sich durch das Nehmen höherer Zinsen 
die Q Q -* bon ihnen übernommene Risico zu entschädigen suchen. So leiden 
'Weif ^ borgen Angewiesenen in beiden Fällen durch ein, zwar in ihrem 
ksse festgesetztes, aber zu niedrig gegriffenes Zinsmaximum. Wird aber
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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