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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

1. Kap. Grundlegende Begriffe der Volkswirtschaftslehre. 
7 
seiner weitern Bedeutung anwendet. Besteht nämlich das Entgelt auf einer 
oder auf beiden Seiten nicht in der unmittelbaren Uebertragung von Gütern, 
sondern darin, daß beide Theile in gewissen Persönlichen Beziehungen zu 
einander sich befinden, so ist die Uebereinkunft nur im weitern Sinne ein 
rausch und können die Güter, um die es sich handelt, nicht als Waren be 
zeichnet werden. Hierher gehört das Miethen von Diensten und persönlichen 
Leistungen aller Art, ob es sich nun um die Functionen des berühmtesten 
Arztes oder um die Arbeitskraft des geringsten Bauernknechts handelt, das 
Miethen und Vermiethen von Häusern, Landgütern, Pferden, Möbeln und 
andern materiellen Gütern und alles Borgen und Entleihen, sobald das 
selbe nicht ohne Bezug eines Zinses stattfindet. Alle diese Güter, sowohl die 
persönlichen oís die materiellen, werden unter dem Begriff vermiethbare 
Güter (bona conductitia) zusammengefaßt und besitzen einen Miethswerth. 
^ àv den Begriffen des Werthes und des Tausches ergibt sich derjenige 
des Preises. Derselbe kann als der Ausdruck des Tauschwerthes durch ein 
)Aaß bezeichnet werden. Das letztere muß in einer bestimmten Quantität 
materieller, tauschfähiger Güter bestehen, die in der Regel allgemein als Tausch 
mittel gebraucht werden, und die man, wie wir im nächsten Buche sehen 
werden, Geld nennt. In civilisirten Staaten ist sogar das Geld so vor 
wagend als Werthmesser gebräuchlich, daß man Preis und Geldpreis als 
gleichbedeutend bezeichnen kann. 
Rach dem, was im vorhergehenden bezüglich der Begriffe Gut und 
Werth gesagt worden ist, können wir auf Fragen, wie die folgende Ant 
wort geben: Ist das milde Klima Aegyptens, welches so primitive Wohnungen 
zulapt so wenig Kleidung und Heizung benöthigt, als ein wirtschaftliches Gut 
anzusehen f Ganz gewiß, geradesogut als die Oefen und Feuerungsvorräthe Nor 
wegens. Wohl aber ist weniger Privateigenthum in ersterem Lande vorhanden, 
W W Ahmn m# mie blese anbern Wüter in ben ^*00# nber#en sann. 
er dritte der wesentlichen Begriffe, von denen wir hier zu handeln 
la en, ist derjenige der Kosten. Wir haben darunter die bestimmte Menge 
eine* oder verschiedener Arten von Gütern zu verstehen, welche von jemand 
hingegeben werden muß, um sich ein anderes Gut zu verschaffen. Als Kosten 
öiineii demnach alle Arten von Gütern erscheinen, welche hingegeben werden 
kvniien, resp. auf die verzichtet werden muß, um sich gewisse Güter zu ver 
schaffen. Ruhm, Erholung, Gesundheit, sociale Stellung, häusliche Qrdnung 
">id Annehmlichkeit, körperliche Vorzüge und ebenso der Verbrauch, die Be 
schädigung und die Abnutzung sowie die Hingabe von Sachgütern. Kosten 
G also ein weiterer Begriff als Preis und als Arbeit. Der Verbrauch von 
Feuerung durch eine Maschine ist keine Arbeit. Arbeit ist eine menschliche 
Thätigkeit. Aber nicht jede solche erscheint als Arbeit. Körperliche Uebungen
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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