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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lebenserinnerungen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil. Die Weiterentwicklung meines Lebens und Strebens
  • Schluß
  • Index

Full text

IO 
JIToor erstreckt. Verschiedene größere und kleinere gehölze bieten 
angenehme Qufenthalksorte. Oie gärten zwischen den einzelnen 
Fluren sind in der Lommerzeit von zahlreichen Schmetterlingen be 
lebt. Lluch fehlte es nicht an mannigfachen Blumen, die oft von den 
Lcb ilern in Herbarien gesammelt wurden. Im Frühling wurde 
damals am Himmelfahrtstage ein Lest gefeiert, welches die Jugend 
sehr bewegte. £s wurden die Eingänge der Häuser, namentlich 
die Vorgärten, mit Veilchen und Butterblumen in vorgeschriebenen 
Normen geschmückt. Es war eine Ehre für alle Bewohner, den 
sogenannten Brautpfad möglichst geschmackvoll einzurichten. Oie 
Kinder suchten am vorangehenden Lonntag den ganzen Lag 
hindurch zene Veilchen und Butterblumen. Wahrscheinlich erklärt 
sich fene Sitte aus irgendeinem Ereignis, welches früher das ost- 
friefifche fürstliche Haus betroffen hatte. Oie Litte war lediglich 
auf Vurich beschränkt. In der frühesten Morgendämmerung be 
trachtete man die verschiedenen Llusschmückungen und verglich sie 
mit den andern. Wer sich sener Litte entzog, der mußte manchen 
Lchabernack erdulden; die Primaner aber vergnügten sich in der 
Lrühe mit Kegelschieben. 
Oa die damaligen Wege wenig erfreulich waren, so wurde die 
Beförderung durch die sogenannten Lchüten (Llachbooke) auf dem 
Kanal von Vurich nach Emden stark benutzt. Lie waren bezeich 
nend für das damalige ruhige und bequeme Leben. Diese Llach- 
boote, welche ein Verdeck hatten, wurden von zwei Pferden gezogen. 
Lie mußten durch die einzelnen Lchleusen herunter oder hinauf 
gebracht werden. Während dieses Lchleusens konnte man sich 
einige Zeit erlaben oder aussteigen. Von diesem Llachboot war 
die Hälfte, die sogenannte Kasüte, für das gebildete Publikum be 
stimmt, das behaglich dort seinen Lee kochen konnte, während der 
sogenannte Kaum für die gemüsefrauen bestimmt war. Je näher 
dieser Kanal nach Emden kam, um so reicher wurden die Landsitze, 
und schließlich tauchte die alte Ltadt mit ihren stattlichen Wällen 
und Windmühlen auf. 
37achbarsiädte 
on den benachbarten Ltädten traten in meinen gesichtskreis 
namentlich Emden und Esens, mit denen uns engere Lamilien- 
beziehungen verbanden. Emden bewahrte noch immer das Bild 
einer gesunkenen, aber würdigen größe. Leine Blütezeit lag in der 
zweiten Hälfte des i6. Jahrhunderts. Es hat damals während der 
Lreiheitskämpfe der Niederländer gegen die Lpanier eine große 
Kölle gespielt. Viele vertriebene haben dort Zuflucht gefunden, und
	        

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Lebenserinnerungen. Verlag von K. F. Koehler, 1921.
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