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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

390 
III. Buch. Die Verkeilung der Güter. 
gesunden corporative» Lebens, dieser wesentlichen Bedingung socialer Wohl 
fahrt, in dem Gemeingeist und in der Vorliebe für freie und unermüdliche 
Selbsthilfe der betreffenden Bevölkerungskreise beruht. Judes haben auch die 
Zwangsinnungen des Mittelalters sowohl als der folgenden Zeiten aus diesen 
Charaktereigenschaften ihre wahre Lebenskraft geschöpft und mittelst derselben die 
Schwierigkeiten und Schwächen einer derartigen obligatorischen Organisation 
zu überwinden gewußt. Diese Schwächen vermochten sich in ihrer ganzen 
Schärfe so lange nicht geltend zu machen, als der Gemeingeist lebendig blieb 
und die Thatkraft vorhielt. 
Nichtsdestoweniger sind diese mit dem obligatorischen Charakter der Ge 
nossenschaften verbundenen Uebelstände, welche unter Umständen zu großen 
Mängeln ausarten können, ernster Beachtung werth. Es laffen sich deren 
verschiedene unterscheiden: 1. war der Aufschub der Verehelichung bis zu dem 
oftmals späten Zeitpunkte, wo der Betreffende Meister wurde, der Sittlichkeit 
und einer normalen Zunahme der Bevölkerungszahl abträglich; 2. kam es, 
und zwar namentlich da, wo die religiösen Gesinnungen abgeschwächt und die 
Sitten roh geworden waren, nur zu oft vor, daß sich die Meister den Lehrlingen 
gegenüber nicht wie Väter, sondern wie Tyrannen benahmen; 3. ergaben sich 
Schwierigkeiten hinsichtlich der Gegenstände, welche die Meister einer jeden 
einzelnen Zunft verfertigen und verkaufen durften. Diese Schwierigkeiten 
waren in Zeiten, in welchen Aenderungen in der gewerblichen Technik nicht 
häufig vorkamen, ohne große Bedeutung. Mit den Fortschritten der letzter» 
wurde dem aber anders. Es ging nunmehr durch die Zänkereien zwischen der 
verschiedenen Zünften viel Geld und Zeit verloren. 4. führte die Zunftverfaffung 
allmählich dahin, daß verhältnißmäßig wenigen Meistern ein Monopol ein 
geräumt wurde, welches Vertheuerung der Preise und eine Störung des socialen 
Friedens zur Folge hatte. Sehr oft konnte einer nur gegen Zahlung drückender 
Gebühren Lehrling und gegen Entrichtung noch größerer Beträge Meister 
werden. So bildete sich der Zustand aus, daß eine beschränkte Anzahl wohl 
habender Meister eine bedeutende Anzahl Gesellen beschäftigte, von denen viele 
keine Aussicht besaßen, je selbständig zu werden. 5. entwickelte sich infolge des 
Mangels einer gesunden Concurren; ein Geist der Routine, der zu Feind 
seligkeiten gegen den Fortschritt und zu lästigen Vorschriften hinsichtlich der 
Productionsmethoden führte. So konnte es geschehen, daß ein System, welches 
ursprünglich der technischen Entwicklung so zuträglich war, für nützliche Ver 
besserungen zum Hemmschuh wurde. 
Trotz alledem war die Abschaffung des Jnnungswesens, wie sie der wirt 
schaftliche Liberalismus zu Ende des vorigen und in unserem Jahrhundert 
zuwege brachte, eine unheilvolle Maßregel, wenigstens für die kleinen Ge- 
werbsleute. Man hätte die Zünfte reformiren sollen, anstatt dieselben direct
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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