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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

402 III. Buch. Die Vertheilung der Güter. 
ganz anderer Weise rege erwiesen haben, als das jenseits des Oceans der 
Fall war. 
Daß die deutschen Cartelle die um das Jahr 1880 so niedrigen Preise 
für die Erzeugnisse der betreffenden Industriezweige, welche durch die rücksichts 
lose Concurrenz der verschiedenen Unternehmen untereinander ungebührlich herab 
gedrückt waren, wieder in die Höhe brachten, kann ihnen durchaus nicht zum 
Vorwurf gemacht werden. Hängt doch auch das Niveau der Arbeitslöhne 
von genügend einträglichen Verkaufspreisen der verschiedenen Erzeugnisse ab. 
Wenn aber auch vollkommen anerkannt werden muß, daß die Cartelle 
auf die Reguliruug uud die Regelmäßigkeit der Production sowie auf die 
Preisverhältnisse einen beträchtlichen Einfluß auszuüben berufen sind, und daß 
etwaige übertriebene Vertheuerungsgelüste derselben schon aus dem Gründe 
wenig Aussicht auf Erfolg haben dürften, weil die heutzutage so überaus ver 
breitete Neigung der öffentlichen Meinung, den Staat zum Einschreiten auf 
zufordern, schnell bereit wäre, den Erlaß von gesetzlichen Schutzmaßregeln gegen 
die Cartelle zu veranlassen, so darf doch der wohlthätige Einfluß dieser Ver 
bindungen auch nicht überschätzt werden. Es mag ja sein, daß dieselben in 
manchen Fällen, statt sich gegenseitig zu bekämpfen, durch friedliche Uebereiu- 
kunft zu einer Verständigung gelangen werden. Nichtsdestoweniger wird cs 
stets Gruppen von Cartellen geben, die unter viel günstigern Bedingungen 
arbeiten als andere, z. B. infolge der Nähe der Kohlenlager und anderer 
solcher Umstände. Kann nun aber unter solchen Verhältnissen angesichts 
der Charaktereigenschaften der meisten Menschen, wie sie nun einmal sind, 
erwartet werden, daß die rücksichtslose Ausnutzung derartiger Vortheile gegen 
über in- oder gar ausländischen Concurrenten aufhören werde ( 
Immerhin kann es nicht wunder nehmen, daß sich die Gesetzgebung und 
die Rechtsprechung den Cartellen gegenüber in Europa anders verhalten hat 
als in den Vereinigten Staaten. In unserem Welttheil ist man gegen die 
selben bisher nicht eingeschritten und sind mid) die gegen deren Bestand er 
hobenen gerichtlichen Klagen abgewiesen worden K 
i Ziehe die Abhandlung über die Cartelle im Staatslexikon der Görresgesellschaft 
III (Freiburg 1894), 609—622. A. Stein mann-Buch er, Wesen und Bedeutung 
der gewerblichen Cartelle, in Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung re. XV. Bd. (1891). 
Cl. Jannet und W. Kämpfe a. a. O. 595 ff.
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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