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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

•406 
III. Buch. Die Vertheilung der Güter. 
Auch kam es vor, daß die Armenhäuser mit Unternehmern Contracte schlossen, 
laut welcher sie Kinder ohne alle Schuhmaßregeln den Arbeitgebern ans 
Gnade und Ungnade überlieferten. Das Schlimmste aber war, daß es sich 
auch bei dem Mißbrauche der Kinderarbeit nicht um Ansnahmefälle, sondern 
um etwas ganz Allgemeines handelte. Man betrachtete eben alle diese ab 
scheulichen Mißbrauche als etwas zum Geschäfte Gehöriges. Die Parlaments 
berichte, insbesondere die beiden berühmten von der Untersuchungscommission 
in betreff der Kinderarbeitsverhältnisse aus den Jahren 1842 und 1843, haben 
darüber Licht verbreitet und ein wahres Entsetzen nicht nur in England, 
sondern in ganz Europa wachgerufen. 
6. Endlich herrschte vielfach, ja ganz allgemein eine grauenhafte Un 
sittlichkeit. Die Fabriken und Bergwerke waren Höhlen des Lasters, und in 
den elenden, überfüllten Wohnungen der Fabrikstädte stand es nicht viel besser. 
Halb England war eine Hölle auf Erden geworden. 
So war die Lage weiter Schichten der englischen Arbeiterbevölkerung vor 
etwa 60 Jahren beschaffen. Seit jenen Zeiten hat sich aber in den Verhält 
nissen der in den industriellen Etabliffements und in den Bergwerken dieses 
Landes beschäftigten Bevölkerungselemente eine beständige, wenn auch nur all 
mähliche Besserung vollzogen, und diese Besserung war dem Wirken zweier 
Factoren zu danken: der Trades’ Unions einerseits und heilsamer Fabrikgesetze 
andererseits. Sie beruhte also nicht auf einer bessern Gestaltung der nicht 
geregelten socialen Beziehungen, sondern auf einem Zusammenwirken staatlichen 
Eingreifens und genossenschaftlicher Thätigkeit. Wo in England die socialen 
Beziehungen ungeregelt blieben, brachten nach wie vor dieselben Ursachen auch 
die nämlichen Wirkungen hervor. Die im Jahre 1866 erschienenen Berichte der 
zweiten mit der Ermittlung der Kinderarbeitsverhältnisse betrauten Commission 
und die traurigen, mit dein Namen Sweating system gekennzeichneten Zu 
stände beweisen diese Thatsache mehr als zur Genüge. 
Unter Sweating system verstand man ursprünglich die Ausbeutung 
von Arbeitern durch Afterunternehmer, welche die ihnen unterstehenden Arbeiter 
zur äußersten physischen Anstrengung nöthigten. Jetzt verbindet man mit 
dieser Bezeichnung oftmals einen weitern Sinn und wendet sie auf alle Fälle 
an, in welchen keine directe Beschäftigung von Arbeitern von seiten großer 
Unternehmer stattfindet. Ja bisweilen bezeichnet man sogar jede Bedrückung 
der arbeitenden Klassen mit diesem Namen. Jedenfalls aber ändert die ver 
schiedene Bedeutung des Ausdrucks nichts an der traurigen Thatsache, daß in den 
Produktionszweigen, auf welche die Schutzgesetze keine Anwendung finden oder 
in denen sie umgangen werden können, sowie überall, wo die Trades I nion> 
keinen Einfluß besitzen, viele Arbeiter für unzureichende Löhne übermäßig 
arbeiten. Auch müssen noch immer viele Arbeiter unter ungünstigen sanitären
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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