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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

420 
III. Buch. Die Vertheilung der Güter. 
Renten zusammen nicht 60 % des Jahreslohnes des Verstorbenen überschreiten. 
An der Verwaltung der Versicherungsanstalten ist den Arbeitern ein Antheil 
eingeräumt. Bis zum Ende der 13. Woche sind die durch Unfall Beschädigten 
von den betreffenden Krankenkassen mit dem statutenmäßigen Krankengelde 
und ärztlicher Pflege samt Heilmitteln zu versehen. 
In Oesterreich beruht die zwangsweise Unfallversicherung und die 
Ordnung der dadurch nothwendig gewordenen Institutionen auf dem Gesetze 
vom 28. September 1887. Die Versicherungspflicht erstreckt sich hier un 
gefähr auf dieselben Arbeiterkategorien wie in Deutschland. Die landwirt 
schaftlichen und die kleingewerblichen Arbeiter sind derselben nicht unterworfen. 
Bezüglich der Organisation ist man aber nicht dem deutschen System gefolgt, 
sondern hat die Unternehmungen ohne Rücksicht auf ihre Natur in territoriale 
Verbände vereinigt, deren einer sich z. B. über ganz Böhmen erstreckt, während 
ein anderer gleich vier Kronländer, nämlich Oberösterreich, Salzburg, Tirol 
und Vorarlberg, umfaßt. Von den Kosten zahlen die Unternehmer 90, die 
Arbeiter 10 %. Den durch Unfall Beschädigten wird vom Beginne der 
5. Woche an (bis dahin hat die Krankenversicherungsorganisation thätig zu 
sein), solange die Unfähigkeit dauert, eine auf Grund des durchschnittlichen 
Arbeitseinkommens des letzten Jahres berechnete Rente gewährt. Im Falle 
gänzlicher Erwerbsunfähigkeit erhält der Betreffende 60 % des Lohnes, bei 
theilweiser einen 50 % nicht übersteigenden Bruchtheil desselben. Tritt in 
folge des Unfalls der Tod ein, so werden nicht über 25 Gulden Begräbniß- 
kosten gewährt; die Wittwe erhält eine Rente in der Höhe von 20 °/ 0 des 
Lohnes, jedes eheliche Kind 15, jedes uneheliche 10% desselben. Doch 
dürfen die für die Hinterbliebenen ausgeworfenen Renten zusammengerechnet 
50% des Lohnes des Verstorbenen nicht übersteigen. Durch Gesetz vom 
Jahre 1894 wurde die obligatorische Unfallversicherung auch noch auf andere 
Kategorien von Arbeitern allsgedehnt, aber noch immer nicht auf die land- 
lind forstwirtschaftlichen Arbeiter. 
Wenn nun die beiden soeben etwas näher beleuchteten Arten der ob 
ligatorischen Versicherung, wie wir schon auseinandergesetzt, keine schweren 
principiellen Bedenken erregen können, so verhält sich das mit der zwangs 
weisen Jnvaliditäts- und Altersversicherung doch anders. Werfen 
wir zunächst einen Blick auf die wesentlichsten Bestimmllngen des Einführungs- 
gesetzes vom 22. Juni 1889. Demselben zufolge sind vom vollendeten 
16. Lebensjahre ab versicherungspflichtig: 1. alle diejenigen, welche als Ar 
beiter, Gehilfen, Gesellen. Lehrlinge oder Dienstboten gegen Lohn oder Gehalt 
beschäftigt werden, 2. Betriebsbeamte sowie Handlungsgehilfen, die Lohn oder 
Gehalt beziehen und deren regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst aus diese«' 
Titel 2000 Mark nicht übersteigt, und 3. die gegen Lohn oder Gehalt be-
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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