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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

482 
IV. Buch. Nachträge. 
ganzen Wesen nach unchristlich und irreligiös war und mit den Lehren der 
Geschichte im Widerstreit stand. Seine Anhänger glaubten nämlich an eine 
in der Natur der Dinge begründete wohlthätige Ordnung der socialen und 
wirtschaftlichen Verhältnisse, eine Ordnung, deren Mißachtung für die Menschen 
mehr oder minder schwere Nachtheile nach sich ziehe. Sie glaubten ferner, 
daß ungeregelte sociale Beziehungen im allgemeinen die einzig vernünftigen 
seien, und waren von optimistischen Anschauungen bezüglich der natürlichen 
Einsicht und Tugendhaftigkeit der Menschen erfüllt und fest davon überzeugt, 
daß zwischen den Interessen der einzelnen Individuen und des Staates auch 
in den internationalen Beziehungen die vollste Harmonie bestehe. Ja manche 
gingen so weit, zu behaupten, daß alle Menschen von Natur vollkommen gleich 
seien, und das Eingreifen der göttlichen Vorsehung in den Lauf der Dinge, 
ja das ganze System der christlichen Sittenlehre zu läugnen. 
Diese in so großer Achtung stehenden Theorien bedeuteten nun gegenüber 
den früher herrschenden Anschauungen in zweierlei Hinsicht einen großen Fort 
schritt. Zunächst setzten sie der beständigen, endlosen Einmischung der Regie 
rungen in die wirtschaftlichen Angelegenheiten der Bevölkerung, welche eine 
Folge des Mercantilsystems gewesen war, vielfach ein Ziel, und sodann hatten 
sie auch die wohlthätige Folge, daß die politische Oekonomie zum Range einer 
wirklichen und zwar einer ethischen Wissenschaft erhoben wurde. 
Insofern entsprach die neue Doctrin den Zeitbedürfnissen, und da sich 
nun auch uoch im Schoße der beiden dazumal auf dem Höhepunkt der Cultur 
stehenden Nationen, der Franzosen und der Engländer, zwei geniale Männer, 
nämlich Turgot in Frankreich und Adam Smith in Großbritannien, fanden, 
welche die Ideen des wirtschaftlichen Liberalismus zu den ihrigen machten, so 
prägten sich diese Ideen im westlichen, südlichen und mittlern Europa zunächst 
den Gemüthern auf das tiefste ein, um mit der Zeit vielfach auch in den 
Gesetzen ihren Ausdruck zu finden. Desto beklagenswerther muß es also er 
scheinen, daß der wirtschaftliche Liberalismus im Boden der irreligiösen Ethik 
wurzelt, infolge dessen schlimme Früchte zeitigte und Millionen von Menschen 
in das tiefste Elend und eine unaussprechliche Erniedrigung gestürzt hat. 
Dieses System der übertriebenen Hochschätzung wirtschaftlicher Freiheit 
und der Verachtung der weisen Traditionen der Vorzeit ist in Frankreich ent 
standen. Die Physiokraten 1 sind als seine eigentlichen Urheber zu be- 
' Der Vater der physiokratischeu Doctrin ist Francois Quesnay. Er legte 
dieselbe hauptsächlich in seinem .Tableau économique' und in den.Maximes générales 
du gouvernement économique' nieder, die er beide 1758 zu Versailles erscheinen ließ, 
sowie ferner in den .Dialogues', die im 2. Bande der von S. P. du Pont publicirtest 
.Pbysiocratie' (VI vols. Yverdun 1768—1769, vom 2. Bande an mit dem Titel 
.Discussions et développements sur quelques-unes des notions d Économie politique )
	        

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Ueber Die Möglichkeit Einer Volkswirthschaftlichen Harmonie. Schade, 1880.
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