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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

6. Kap. Die Geschichte der ökonomischen Wissenschaft. 
487 
Wir wollen die Eigenthümlichkeiten der einzelnen Schulen mit einigen 
Worten kurz charakterisiren. 
Was zunächst den modernen wirtschaftlichen Liberalismus 
anlangt, so hat er von den frühern, die unbeschränkteste Freiheit anpreisenden 
Doctrinen einen guten Theil fallen lassen und widersetzt sich einer bis zu einem 
gewissen Grade gehenden staatlichen Thätigkeit zum Wohle der wirtschaftlich 
Schwachen durchaus nicht mehr. Dagegen läßt er den ethischen Principien noch 
immer nicht die nöthige Würdigung angedeihen. Seine Anhänger finden sich 
gegenwärtig hauptsächlich in England (und hier besonders an der Universität 
Cambridge) und in Frankreich. Sie huldigen im Gegensatze zu den Socia 
listen einer optimistischen Auffassung der Tinge und lieben es, die Verhältnisse 
der Jetztzeit in rosigem Lichte darzustellen. 
Uebrigens fehlt es auch in den Ländern deutscher Zunge nicht an Ver 
tretern dieser Richtung. Erst vor ganz kurzer Zeit ist Julius Wolf* mit 
einem System der Socialpolitik hervorgetreten, welches sich allerdings von 
einem Theile der von dem frühern orthodoxen wirtschaftlichen Liberalismus be 
kannten Doctrinen lossagt, aber die ethische Seite der einschlägigen Probleme 
verkennt und noch immer nicht einsieht, daß die wirtschaftlichen Fragen ein 
Problem der Gerechtigkeit in sich schließen. 
Die socialistische S ch u l e hat in älterer Zeit namentlich in 
P. I. Proudhon2 und F. Lassalle ihre wissenschaftliche Vertretung 
gefunden, soweit bei einem derartig mit der Natur der Menschen, mit der 
geschichtlichen Entwicklung und — man kann es und soll es angesichts des 
heutzutage so häufigen Kokettirens mit dem Socialismus, wie es auch noch 
auf dem Boden der Grundprincipien des Naturrechts stehende Gelehrte, Poli 
tiker und sogen. Sociologen üben, geradeswegs heraussagen — mit den ein 
fachsten Regeln des gesunden Menschenverstandes in Widerspruch stehenden 
System von Wissenschaft die Rede sein kann. Lassalle trug in seinen Schriften, 
welche von so großem Einfluß auf die Entwicklung des deutschen Socia 
lismus waren, die abstrusesten Sachen vor. In seinem ,System der er 
worbenen Rechte' (Berlin 1861) versuchte er, natürlich ganz erfolglos, den 
Rachweis, daß der Gang der culturhistorischen Entwicklung und die ihn 
begleitende Gestaltung des Rechtes die Eigenthumssphäre des Individuums 
immer enger mache, da eine sich stätig vergrößernde Anzahl von Gegenständen 
dein Privateigenthum entzogen werde. In dem im Jahre 1863 von ihm er 
lassenen Antwortschreiben an das Centralcomite zur Berufung eines allgemeinen 
' Socialismus und kapitalistische Gesellschaftsordnung. Stuttgart 1892. 
* Unter seinen Arbeiten mögen erwähnt werden: Qu’est-ce que la propriété? 
l’aris 1840, und Le système des contradictions économiques. 5 vols. Paris 1846. 
von ihm gebrauchte Schlagwort ,La propriété c’est le vol' ist allbekannt.
	        

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Zur Erneuerung Des Deutschen Bankgesetzes. Duncker & Humblot, 1899.
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