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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

491 
6. Kap. Die Geschichte der ökonomischen Wiffenschaft. 
(der Cartellbildung) nur einen Specialfall der ganzen Entwicklung. Je mehr 
sich die Unternehmen vergrößern, desto mehr nehmen sie einen halböffentlichen 
Charakter an. Das ist kein Unglück. Der sich entwickelnde Zustand wird ein Mittel 
weg sein zwischen der privatkapitalistischen Wirtschaft und dem Socialismus? 
Von der historischen Schule durch einen bedeutenden, aber nicht un 
überwindlichen Gegensatz verschieden ist die sogen, analytische oder Psycho 
logische, welche auch die österreichische genannt wird, weil ihre haupt 
sächlichsten Repräsentanten, Karl Menger* und E. v. Böhm-Bawerk?, 
Oesterreich angehören. Ihre Anhänger gehen von den folgenden Erwägungen 
aus: So viele Erhebungen man auch bezüglich der verschiedenartigen Ver 
hältnisse des menschlichen Wirtschaftslebens anstellen mag, zu vollständigen 
Resultaten wird man durch solche allein niemals gelangen. Das Ergebniß 
der an einem Orte angestellten Beobachtungen läßt uns noch keinen sichern 
Schluß darauf ziehen, daß an einem andern Orte die gleichen Verhältniffe be 
stehen. Wie aber wäre es möglich, die an allen Orten und zu allen Zeiten 
bestandenen und noch bestehenden Verhältniffe genügend zu erforschen? Wäre 
es also nicht besser, den innern Triebfedern, welche im Schoße der mensch 
lichen Gesellschaft beständig wirksam sind, seine Aufmerksamkeit zuzuwenden? 
Würde inan auf diese Weise nicht zu allgemeinern und vollständigem Resul 
taten gelangen? Welche andern bestimmenden Triebfedern des wirtschaftlichen 
Lebens existiren denn außer den Menschen? Bestimmen nicht sie den Lauf 
desselben? Ist es also nicht bester, den menschlichen Gedanken und Willens 
richtungen selbst nachzuforschen, als von der Handlungsweise der Menschen 
Schlüffe auf deren Geistes- und Gemüthsrichtung zu ziehen? 
Diese Methode ist demnach ebenso positiv wie die historische. Auch sie 
bringt die systematische Beobachtung zur Anwendung, nur beschäftigt sie sich 
zunächst mit innern Erscheinungen, mit Gedanken und Gefühlen, und ist dem 
zufolge psychologischer Natur. Während die historische Methode allgemeine, 
die Gestaltung der menschlichen Gesellschaft bestimmende Gesetze nur dann gelten 
lassen will, wenn dieselben als Endresultat ihrer Forschungen erscheinen, geht 
bie psychologische von der Proclamirung solcher Gesetze aus. Sie will sich 
' Grundsätze der Volkswirtschaftslehre. 1. Theil. Wien 1872; Untersuchungen 
Uber die Methode der Socialwissenschaften und der politischen Oekonomie. Leipzig 1883 ; 
Irrthümer des Historismus in der deutschen Nationalökonomie. Wien 1884. 
^ * Rechte und Verhältnisse vom Standpunkte der volkswirtschaftlichen Güterlehre. 
Innsbruck 1884; Kapital und Kapitalzins. l. u. II. Bd., ebd. 1884 u. 1889. — Auf 
dem Boden der Anschauungen der analytischen Schule steht auch der englische Gelehrte 
Alfred Marshall in seinen .Principles of Economics', deren erster 1890 in London 
erschienene Band alsbald eine zweite Auflage erlebte und in die meisten Cultur 
sprachen übersetzt wurde.
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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