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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

24 
I. Buch. Production und Consumtion. 
beide Principien lange Zeit miteinander im Kampfe liegen können , indem 
bald das eine, bald das andere die Oberhand behauptet. Aber in einem ge 
wissen Zeitpunkt muß bei weiterer Bevölkerungszunahme das Gesetz der ab 
nehmenden Einträglichkeit obsiegen. Es bleiben jedoch zwei Wege, um dessen 
Wirksamkeit zu bekämpfen: Auswanderung und Verbesserungen im Productions- 
verfahren. Ein guter Theil der Weltgeschichte hat unter dem Einslnffe solcher 
Wanderungen und Verbesserungen seine Entwicklung genommen 1 . 
Unter allen Umständen ist übrigens in jedem Productionszweige der Grad 
der Jntensivität von der Menge der Erzeugnisse abhängig, welche die Unter 
nehmer für sich und ihre Kundschaft benöthigen. Je dichter also eine Gegend 
bevölkert ist, desto höher ist die Jntensivität des Betriebes der dortigen Land 
güter, gewerblichen und Transport-Unternehmungen entwickelt, vorausgesetzt, 
daß ihr Betrieb so eingerichtet ist, wie es dem größtmöglichen allgemeinen 
Nutzen entspricht. . 
Wenden wir unsere Aufmerksamkeit noch einmal den bereite angeführten 
Beispielen zu. Die hoch entwickelte Cultur der landwirtschaftlichen Betriebe in 
dem reichen Landstrich zwischen Perth und Dundee in Schottland, wie sie vor 
20 Jahren zur Anwendung gelangte, war den Verhältnissen entsprechend, weil 
diese Gegenden stark bevölkert waren und ihre Einwohner einen wirklichen 
Bedarf nach derartigen Erzeugnissen hatten. Es fanden also die Landwirte 
einen Markt für ihre Ernten und ihre sonstigen Producte. Wenn man da 
gegen dazumal dieselben Aufwendungen für Baulichkeiten, Düngung, Ma 
schinen u. s. w. in Manitoba gemacht hätte, so würden dieselben allerdings 
dieselbe Productenmenge geliefert haben. Aber dieser Aufwand wäre ein nn- 
vernünftiger gewesen, denn die Hälfte der Erzeugnisse wäre wegen Mangel-- 
an Consumenten der Fäulniß anheimgefallen. Eine primitive Wirtschaft auf 
weiten Gebieten war die einzige rationelle Art für diese weiten, dünn bevölkerten 
i Es ist unrichtig, zu behaupten, daß vermehrte Arbeitsleistung im Manufaktur, 
betriebe einträglicher ist als beim Betriebe der Landwirtschaft. Diese Anschauung kann 
ihre Richtigkeit haben, wenn es sich um eine bestimmte Gegend handelt, ist aber in 
allgemeiner Fassung unrichtig. Sowohl das Gesetz der abnehmenden als das der 
wachsenden Einträglichkeit findet auf alle Productionszweige Anwendung. Es existirt 
sicherlich auch für den industriellen Betrieb: wenn die bestgelegenen Gründe occupin 
sind und der Vortheilhafteste Umfang einmal erreicht ist, setzt eine noch werter aus 
gedehnte Production voraus, daß entweder neue Fabrikaulagen rn weniger Vortheil. 
WterGegenb „^tet werbe» __e»t9hn%^mg,n,d4Kcber@u,IÜÜ"rwio»imbfnoed4%ie,, 
mobeng Lioq ist - ober bo% ber oor^nbene 9)0™% an @tnr#ungggegeiißaiibeii 
oder die vorhandenen Baulichkeiten vermehrt resp. vergrößert werden ohne daß diese 
Bufwenbungen im %e#ítni% &u ben Wer gemalten einen gl# Men ertrag 
lieferten. Šiefe lettere @oentuaIitöt weiß eine Sinologie mit ber weniger boriali, 
hasten Verwendung von Arbeit und Kapital aus ein Landgut auf.
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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