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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

58 
I. Buch. Production und Consumtion. 
befriedigenden Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei 
zumessen, die es mit sich bringen, daß die letztern an dem Wohlergehen und 
dem Vermögenszuwachs der ersteru kein Interesse haben. 
5. Die nachtheiligen folgen für die Gesundheit, welche durch die unab 
lässige Verrichttlng einer und derselben Art Non Arbeiten entstehen werden. 
Dies gilt von einer bestimmten Anzahl von Beschäftigungen in höherem oder 
geringerem Grade. Beispielsweise sollten die in den Kupferschmelzereien, Stahl 
schleifereien, chemischen Fabriken u. s. w. beschäftigten Arbeiter vielleicht nur 
die Hälfte oder sogar nur ein Viertel ihrer Arbeitszeit diesen Beschäftigungen 
widmen und sonst anderweitig verwendet werden. Bei der großen Mehrheit 
der verschiedenen Thätigkeitszweige hat indessen die ununterbrochene Beschäftigung 
mit derselben Arbeit keine so Übeln Folgen, d. h. immer unter der Voraus 
setzung, daß die geeigneten Vorsichtsmaßregeln getroffen werden, daß also 
den sanitären Gefahren, die mit dem Betriebe eines jeden Productionszweiges 
verbunden sind, durch geeignete Bekleidung, sorgfältige Reinhaltung und andere 
Veranstaltungen vorgebeugt wird, daß man niemand zur Arbeit darin zu 
läßt, dessen körperliche Constitution nicht dafür geeignet ist, und daß die 
Arbeitszeit nicht über Gebühr ausgedehnt wird. Bei Nichtbeachtung dieser 
Vorsichtsmaßregeln führt die Arbeitstheilung zum körperlichen Verderben zahl 
reicher Menschen. Es trägt also nicht diese selbst, sondern der Mangel der 
dabei zu beobachtenden Vorsicht die Schuld an der Schädigung des körper 
lichen Wohlbefindens. 
6. Die Abnahme der geistigen Fähigkeiten. Es ist behauptet tvorden, 
daß jemand, der genöthigt ist als einzige Arbeit eine einförmige mechanische 
Beschäftigung zu verrichten, der z. B. Fäden anstückeln, Nadeln glätten, 
Namenszüge aufdrücken muß, keine angemessene Verwendung für seine geistigen 
Fähigkeiten finde und ein wahrer Automat werde. Nun ist es allerdings 
wahr, daß eine weit gehende Arbeitstheilung zu gewissen Zeiten eine Abnahme 
der intellektuellen Fähigkeiten der Arbeiter zur Folge gehabt hat, wie dies 
z. B. vor fünfzig Jahren in Lancashire der Fall war. Aber daran ist die 
Arbeitstheilung selbst nur zum kleinsten Theile schuld gewesen; der Grund 
dieser traurigen Erscheinungen ist vor allem in den unbefriedigenden socialen 
Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu suchen. Wir werden 
uns mit diesen Beziehungen im III. Buch zu beschäftigen haben. Hier können 
wir uns auf die Bemerkung beschränken, daß da, wo das Verhältniß zwischen 
Herren und Arbeitern ein gutes ist, die letztern durchaus nicht dem traurigen 
Lose der geistigen Abstumpfung zu verfallen brauchen. Obgleich Arbeiter, 
welche eine einförmige Beschäftigung zu verrichten haben, allerdings auf diese 
nicht stolz sein können, wie es z. B. der Bauer auf sein wohl bearbeitetes 
Feld und der Kunsttischler auf seine Erzeugnisse ist, so kann doch auch ein
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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