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Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Bibliographic data

fullscreen: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Monograph

Identifikator:
832850500
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69619
Document type:
Monograph
Title:
Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
Place of publication:
Riga
Publisher:
Häcker
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 758 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
  • Title page
  • Contents

Full text

Die Verfassung der Ämter im vierzehnten Jahrhundert. 
:o5 
" ohl von diesen Hestimmungen aus, in Verbindung mit der Regelung 
fieser Angelegenheit in anderen Hansestädten* auf die Organisation 
Allgemeinen schliessen dürfen. Hiernach hätte der Ältermann 
Aufgabe gehabt bei vorfallenden Streitigkeiten der Genossen 
**nter einander sie auszusöhnen (Art. 14 des Schusterschragens) und 
''"ifd keine Klage vor das gewöhnliche Gericht gebracht worden 
ehe der Ausgleich versucht war. Ausdrücklich verhängen die 
Schmiede über den Genossen eine Strafe, der bei Misshelligkeiten 
Kollegen „umme sinen dolen muet lepe vor den voged und 
‘^(^^smade dat recht, dat de rad der meineft cumpanie geven heft^^ 
V rt. 11 (Jgr Sera). Galjen sich die Parteien nicht zufrieden, so 
die Morgensprache oder der Steven, die überhaupt das Forum 
vor dem alle Vergehungen gegen die Zunftstatuten, die Strei 
tigkeiten unter den Meistern und die der Meister und Gesellen ent 
schieden wurden bis auf die Criminalfälle fsunder blaw und blud) 
^ i't- 22 der Schmiedeschra) die zweite Instanz gewesen sein. Die 
cnzen der der Morgensprache zustehenden Rechtssprechung sind 
*** den Amtsrollen meist nicht erkenntlich; dass sie fliessende ge- 
y^sen sind, ist kaum anzunehmen. Wie man die Morgensprache 
Jahrhundert ansah, wissen wir aus der Rolle der Lüneburger 
cimiede von 1554, und offenbar wird die dort geschilderte He- 
utung ihr schon früher innegewohnt haben. Die bedeutsame 
^ ^ blautet in hochdeutscher Übertragung*: „Es ist keine geringe 
^.^^de. Recht und Herrlichkeit, dass dies löbliche Amt gleichwie 
andern Hauptämter und sonst alle bewährten und vom ehr- 
Rath bestätigten Ämter mit der Morgensprache und dem 
•■gensprachesrechte begnadigt ist, denn die Morgensprache, in 
^ Ehrlicher und alter Weise gehegt, ist wie ein gehegtes Unter- 
^^richt, darin die Werkmeister nach Kraft und Inhalt ihres zu 
daz geschworenen Eides als Richter, Schiedsleute und 
sind von dem ehrbaren Rath gesetzt und bestätigt 
welcher Macht sie auch in allen gehegten Morgensprachen 
11 damit sie richten Amt und Amtsbrüder, Gesellen und Lehr- 
so^h' allein, was ihre Amtsarbeiten und Werke betrifft, 
auch Dienstlohn, Versäumniss, Hader, Zwist, Unlust, 
^^^erei, Mundschlag, Hegiessen mit Hier, Bedrohungen, Unge- 
Scheltworte, Zusagen, Gelöbnisse, Verträge, Kauf, Verkauf, 
* R Gewcrbegprichi, S. 12—37. 
Gniann, Die älteren Zunfturkunden der Stadt Lüneburg, S. XXXI u. XXXII.
	        

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L’ Allemagne Économique Ou Histoire Du Zollverein Allemand. Ainé, 1874.
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