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Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Bibliographic data

fullscreen: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Monograph

Identifikator:
832850500
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69619
Document type:
Monograph
Title:
Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
Place of publication:
Riga
Publisher:
Häcker
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 758 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
  • Title page
  • Contents

Full text

Her Aufschwung der Handwerksämter im i6. Jahrhundert. 
123 
ine gewisse Übereinstimmung verstand sich bei der allgemeinen 
•Annahme der Grundzüge der Zunftverfassung von selbst. 
Es liegt für die livländischen Städte nahe zu glauben, dass 
sich im Bedarfsfälle in der Regel nach Lübeck gewandt haben 
um Kenntniss des dortigen Zunftrechts zu erlangen. Lübeck 
"är der \ orort der Hanse und durch rege gewerbliche Entwickelung 
f^sgezeichnet, so dass der Wunsch verständlich erscheint, die hier 
^ der grösseren Stadt gemachten Erfahrungen verwerthen zu können. 
^ ^ Lübeck werden wohl auch die anderen Hansestädte ausge- 
haben, doch haben wir, wie überhaupt über diese Beleh- 
^^gen, nur wenig Nachrichten darüber. Dass aus Lübeck im vier- 
^ nten Jahrhundert die rigischen Goldschmiede ihren Schrägen 
^Ogen, wurde schon erwähnt. Dem Vorgehen der Gold- 
chmiede sind gewiss andere Ämter gefolgt, wenn sich das auch 
^ Einzelnen nicht mehr nachweisen lässt. Sicheres erfahren wir 
die Benutzung lübischer Vorlagen erst aus dem Beginn des 
od Jahre 1513 holten sich nämlich die Schnitzer 
Tischler in Reval ihren Schrägen aus Lübeck und dieser ging 
^ ^Gr Folge — 1336 — nach Riga über, wo die Tischler „von an 
in Wehrten Stadt Riga biss IS3S ohne Regimeftt gelebet 
Q ein Jeder nach eigenem Gefallen vor sich gearbeidet, auch 
Hellen nnd Jungen gehalten hätte, Er inögte das Handwerk recht 
¿ohabt haben oder nicht.^^ In Lübeck gab es während 
ein Jahrhunderts ein Amt der Tischler noch nicht, wohl aber 
der Kunthor- und Fanelenmaker (i. e. Snyddeker) und 
der Kistenmaker. Aus der Vereinigung dieser beiden 
entstand 1620 das Amt der Tischler’. In Reval gründeten 
'töy J^hre 1513 j^de meierund glasseiverters und snitkers, kün- 
Eoll^^^^^^ zusammen ein Amt und werden sich vermuthlich die 
jç der beiden oben genannten Ämter aus Lübeck haben 
^ ’’’men lassen. Zwar hat der uns erhaltene, seiner Zeit vom 
^^er Rathe bestätigte Schrägen von 1513 weder mit dem der 
I von 1472, noch dem der Kistenmaker von 1558 in 
^ ^^sgesprochen deutliche Übereinstimmung, aber da eine Ein* 
freT^^^ das alte Meisterbuch des rigischen Tischleramts, das 
çjj.« ersten Drittel des 18. Jahrhunderts angelegt wurde, aus* 
besagt, dass das y^Revalsche Ambt Ihre Schrägen mit 
^en Kosten von Lübeck geholet gehabt, so hat man, denke ich. 
' Wehr 
mann, Lübeck. Zunftrollen, S. 294.
	        

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Schragen Der Gilden Und Aemter Der Stadt Riga Bis 1621. Häcker, 1896.
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