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Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Bibliographic data

fullscreen: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Monograph

Identifikator:
832850500
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69619
Document type:
Monograph
Title:
Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
Place of publication:
Riga
Publisher:
Häcker
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 758 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
  • Title page
  • Contents

Full text

Der Aufschwung der Handwerksämter im i6. Jahrhundert. 
'vurcle beschlossen, dass alle Stadteinkünfte, woher sie immer 
stammten, in einen Mittelpunkt — den Unterkasten oder die 
Kämmerei, zusammenströmen sollten. Diese wurde dann einem 
Ausschüsse anvertraut, der aus einem Bürgermeister, und zwar 
l^emjenigen, der zuletzt das „Wort" geführt hatte, den beiden Älter- 
^uten und je einem Ältesten beider Gilden bestand. Den Ämtern 
^urde die Erhaltung ihrer Schrägen und Freiheiten zugesichert. 
usübung gewerblicher Thätigkeit ausserhalb der Ämter sollte nicht 
Vorkommen und Personen, die dieses Vergehens wegen der Obrigkeit 
^gezeigt wurden (Bönhasen), wollte man unnachsichtlich verfolgen. 
Handwerker ihrerseits mussten versprechen die Einwohner 
schaft nicht mit unbilligem Werklohne beschweren zu wollen h 
Hber die Stellung der Gewerbetreibenden in anderen liv- und 
cstländischen Städten ist man leider wenig unterrichtet. 
in Reval kam es durch die Umsicht und Festigkeit der schwe- 
*schen Regierung nicht zu ähnlich heftigen Auftritten wie in Riga, 
c Unfalls stieg auch hier die Bedeutung der Ämter und war die 
•nvvohnerschaft, die sich mit Handel und Gewerbe befasste, in 
bilden gruppirt, die sogen, grosse und kleine. Die Bezeichnung 
"S^^osse Gilde“ kam gegen Ende des fünfzehnten Jahrhunderts auf, 
es scheint kaum bezweifelt werden zu können, dass sie aus 
•Oem Verbände der Kaufleute, der sogen. Kindergilde, sich ent- 
•ckelte. Die kleine Gilde erwuchs aus zwei geistlichen Genossen 
schaften, den beiden Gilden des heil. Kanut und des heil. Olaus, 
^ Urkundlich bereits 1329 und 1340 nachweisbar sind. V on diesen 
(he Kanutigilde als die vornehmere; sie umfasste die Hand 
werker und vermuthlich die Krämer, während in der Olaigilde 
chen den eigentlichen Handwerkern die Arbeitsleute, wie Mün- 
‘^he, Bierträger u. s. w., vereinigt waren. Die grosse Gilde 
Schloss Jeden, der um Lohn diente, von der Aufnahme aus, und 
^'^uutigilde beschloss im Jahre 1508 keine Undeutschen zu 
S^udi^rn aufzunehmen, die also wahrscheinlich in der Olaigilde 
Stützpunkt fanden. Die Vereinigung der Kanuti- und Olai- 
^ c erfolgte erst im Jahre 1698 auf Verfügung der schwedischen 
^^gierung, und erst seit dieser Zeit bestand die Repräsentation der 
^^clt aus den 3 Faktoren; Rath, grosse und Kanuti- oder kleine 
bis zum Jahre 1878, in welchem die drei Institutionen ihre 
htische Bedeutung verloren *. 
g Reüssier, a. a. O., S. 80 ff. ; Bergmann, a. a. O. II, 3(j8. 
E- V. Nottbeck, Die alten Schrägen Her grossen Gilde zu Reval. 1885, S. 12 — 13.
	        

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Schragen Der Gilden Und Aemter Der Stadt Riga Bis 1621. Häcker, 1896.
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