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Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

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Bibliographic data

fullscreen: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Monograph

Identifikator:
832850500
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69619
Document type:
Monograph
Title:
Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
Place of publication:
Riga
Publisher:
Häcker
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 758 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
  • Title page
  • Contents

Full text

Das Ende des Zunftwesens. 
215 
^ouvernements-Regierung wünschte festzustellen, „ob und unter 
"eichen näheren Bestimmungen die im gedachten Reglement ent 
haltenen Vorschriften für diese Städte in Anwendung zu bringen 
"'^ären“. Das Krgebniss dieser Umfrage war die am 27. Juni 1819 
erlassene Verordnung, die zwar freiheitliche Grundsätze zur Geltung 
brachte, aber sich doch ganz im Rahmen der bisherigen Zunftver- 
fassung hielt. 
Alle geschlossenen Ämter hörten nun auf. Nur das Amt der 
^old- und Silberarbeiter machte in Dorpat und Pernau eine Aus 
nahme; in ersterer Stadt war die Zahl der Meister auf 8, in letzterer 
^nf 3 beschränkt! (§ i). Die Ausübung eines Gewerbes durch 
b^nzünftige war zugelassen. Nach den Bestimmungen der Hand- 
"^Grksordnung von 1785 stand ihnen das Recht zu sich für ihre 
^^rson und ohne Hülfe durch jede Arbeit ihren Unterhalt zu 
^•■Werben. Den Amtsmeistern Vorbehalten blieben die Schlosser- 
ntbeit „zur Vorbeugung der sonst entstehenden Unsicherheit und 
Handwerke, die ohne Hilfe eines Werkkundigen nicht aus 
S^übt werden können. Ohne sie im Einzelnen aufzuzählen, verwies 
^an auf frühere Vorschriften, die sie bereits ausgeschlossen hatten 
Io). Handwerksbetrieb auf dem Lande war gestattet, ohne dass 
Betreffenden inkorporirte Meister einer Stadt werden mussten, 
^udess war diesen Personen die Verfertigung auch nur der „minde 
Arbeit in der Stadt untersagt (§ 9)* 
Im Übrigen waren die Anordnungen des Zunftwesens beibe 
^ben. Eine Lehrzeit musste durchgemacht werden, und der Lehr 
^^»•sche, der sich „eigenbeliebig“ vor Beendigung derselben vom 
feister entfernte, wurde gerichtlich verfolgt, sowie zu seinem 
feister zurückgebracht (§ 5). Ebenso hielt man am Wanderzwange 
Für Zimmerleute, Tischler, Maurer und Schlosser wurde die 
^anderzeit auf zwei Jahre, für alle übrigen Gewerbe auf drei Jahre 
^•^Sesetzt (§ 7). Für die so ausgebildeten Gesellen bestand die 
/'cht sich bei dem für ihr (;ewerbe bestehenden Amt um das 
^eisterrecht zu bewerben. Es war nicht gestattet, dass „zünftig 
^!*^gelernte Bursche und Gesellen, sie mögen verheirathet sein oder 
unter irgend einem Vorwände oder Bedingung sich auf ihre 
Hand setzen und arbeiten“ (§ 6). Aber wenn auf dmse 
r''" Zunftzwang bestand, so war doch Vorkehrung getroffen 
'''"^Niederlassung zu erleichtern. Alle freien unbescholtenenLeute 
In Riga gehörte dieses Amt bekanntlich zur grossen G’ 
1
	        

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Schragen Der Gilden Und Aemter Der Stadt Riga Bis 1621. Häcker, 1896.
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