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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Volkswirthschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

§ 55. Arbeit. 
109 
« 
immer mehr auf die noch nicht oder nicht mehr Arbeitsfähigen 
einschränkt, dei denen jette entweder in der Zukunft nachfolgen 
kaun oder in der Vergangenheit vorausgegangen ist. Gewerbs 
mäßig Armuth, Leben vom bloßen Raube ?c. wird nach und nach 
unmöglicher. 
In civilisirten Ländern werden durchschnittlich etwas mehr 
Knaben als Mädchen geboren, tvas sich jedoch bis zu den Reife- 
jahren durch größere Sterblichkeit ersterer nahezu ausgleicht. Das 
schwächere weibliche Geschlecht überwiegt daher nur dann be 
trächtlicher, wenn die Anzahl der Männer fortwährend durch 
Berufsgeführlichkeitcn und Auswanderung erheblich vermindert 
wird. Ferner Pflegt die. arbeitsfähigste Altersklasse den minder 
arbeitsfähigen Altersklassen gegenüber um so stärker vertreten zu 
sein, je weniger später noch die Reihen der völlig Erwachsenen 
zufolge das Leben gefährdender allgemeiner Unsicherheit oder der 
Gesundheitswidrigkeit ihrer eigenen Lebensweise gerade während 
der rüstigsten Lebensjahre vorzeitig gelichtet werden, und je mehr 
schließlich deren Anzahl diejenige der erst Heranwachsenden übertrifft. 
Uebrigens bleibt die Arbeitstüchtigkeit dauernd nicht blos 
bei in verschiedenen Arbeitsztveigen Beschäftigten je nach den 
sich dabei für die Heranbildung jener ergebenden Bedingungelt, 
sondern auch nationenweise je nach nationalen Eigenartig 
keiten mannigfach ungleich. 
In einigen Arbeitszweigen herrscht regelmäßig mehr Arbeits 
tüchtigkeit als in anderen, zumal schon die Art der Arbeit selbst, 
z. B. die in einer Maschinenbauwerkstätte und die seitens eines 
SchariverksmaurerS zu leistende, die Aneignung hierzu hin 
führender Gewohnheiten theils besonders begünstigt, theils un 
gemein erschwert, und manchen Arbeiten sich ohnehin nur begabtere 
Persönlichkeiten mit Erfolg zuwenden können. 
Natioueinveise ist die Arbeitsamkeit verschiedenartig entwickelt, 
>veil die eigenartige Veranlagung der Völker sich in deren Arbeits 
weise, eigenthümlichen Geschicklichkeitsrichtung ?c. wiederspiegelt, 
und den zeitigeren Aufschwrmg zu hervorragenden Arbeitsleistungen 
entweder fördert oder beeinträchtigt. 
Die verhültnißmnßige Größe der einem Volke zueigen 
gewordenen Arbeitskraft läßt sich aber freilich nie unmittelbar
	        

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