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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Volkswirthschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

§ 183. Größe der Consumtion. 
348 
ungemein zusammenzudrängen pflegt, verlangsamt sich schließlich 
wieder die Zunahme derselben in Folge erheblichen Anwachsens 
der Bedürfnisse, gesteigerter wirthschaftlicher Vorsorglichkeit und 
deshalb verschärfter Vorsicht beim Eingehen von Ehebündnissen, 
erst späterer Verheirathung, minderer Fruchtbarkeit der Ehen re. 
Umgekehrt tritt mit etwaigen Kulturrückschritten eine entsprechende 
Bevölkerungsabnahme ein, da bei verfallenden Völkern einerseits 
die unter den Reicheren waltende und deren Leben verkürzende 
Ueppigkeit in Verbindung mit der aus ihr entspringenden 
Abneigung gegen die Gebundenheit eines streng geregelten 
Familienlebens deir lebenskräftigen Nachwuchs verringert, während 
andererseits das sich unter den Massen verallgemeinernde 
moralische und materielle Elend neben proletarischer Vermehrung 
der Nachkommenschaft das Sterblichkeitsverhältniß bedeutend ver 
schlechtert. Unverhältnißmäßigem Heranwachsen und dauerndem 
Zugroßbleiben der Volksmenge wirken im Ganzen also anfänglich 
überwiegend positive Hindernisse, in weit vorgeschrittener Zeit 
hauptsächlich vorbeugende Hindernisse, und in sinkenden Zeiten diese 
wie jene mittels ihrer in sittlicher Beziehung beklagenswerthesten 
Einflüsse entgegen. 
Eine größere Volksdichtigkeit ist demnach die sich 
langsamer oder schneller heranbildende Folge vorgeschrittenerer 
wirthschaftlicher Entwickelung, begünstigt zugleich, insofern die 
Gesammtmasse der Menschen dabei zu vollerer Bedürfniß 
befriedigung gelangt, das Weitergedeihen der Kultur, und erhöht 
jedenfalls solange, als dieselbe sich nicht irgendwie dem Zustande 
der Ucbcrvölkernng nähert, die Kraft und Macht der Völker, 
obgleich zugegeben werden muß, daß bei schon dichter gewordener 
Bevölkerung jede fernere Bevölkerungszunahme nicht mehr ebenso 
förderlich wirkt, wie in noch wenig bevölkerten Ländern, und daß 
ohne entferntes Vorhandensein allgemeiner Uebervölkerung örtlich 
eine gleichsam theilweise (partielle) rücksichtlich einzelner Erwerbs 
zweige zu entstehen vermag. Es wird deshalb auch meist 
während der Zeiten, in denen leichtlich noch mehr arbeitskräftige 
Menschen Unterhalt finden könnten, die Erlangung einer höheren 
Einwohnerzahl als besonders wünschenswerth erachtet und dem 
gemäß die Zunahme der Bevölkerung durch Nöthigung zum 
Heirathen, Belohnung reichen Kindersegens, Herbeiziehung von 
Einwanderern und Verhinderung der Auswanderung rc. zu 
beschleunigen gesucht, wogegen in späterer Zeit der hier und da
	        

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