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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Volkswirthschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

§ 134. 135. Umsatzmittel. 
255 
Die Entwickelung des Marktwesens beginnt bei zunächst 
durch anderweite Anlässe herbeigeführten Zusammenkünften einer- 
größeren Menschenzahl, deren zeitweilige Anhäufung nebenbei 
günstige Gelegenheit zum Feilbieten von Waaren giebt, während 
bei den sich hieraus entwickelnden Märkten, welche regelmäßig 
zu im Voraus bestimmter Zeit abgehalten werden und sich 
späterhin zunehmend mehr specialisircn, das Befriedigen von 
Tauschbedürfnissen Hauptzweck des Zusammenkommens geworden 
ist. Schließlich sind jedoch nur periodisch wiederkehrende Ver 
einigungen unzureichend, weshalb sich alsdann manche große 
Marktorte nach und nach zu noch größeren Stapel- und Handels 
plätzen erheben, an denen sich der Handelsverkehr immer stetiger 
concentrirt, dessen ortsständige Beträchtlichkeit nun das Entstehen 
des Börsenverkehrs sowie das Aufkommen von Waaren-Auctionen 
veranlaßt. 
Unter den eigentlichen Märkten nehmen die großen Messen 
ursprünglich die hervorragendste Stellung ein. Diese bleiben 
lediglich während der Zeit, in welcher die Communicationsmittel 
noch wenig ausgebildet sind, ein entschiedenes Bedürfniß des 
Großhandels und verlieren nachher wieder um so mehr an 
Bedeutung, je thunlicher die Verschickung von Mustern oder 
Proben und je unbehinderter der Bezug fremder Waaren vom 
Ursprungs- und Erzcugungsortc wird. Die gewöhnlichen, nach 
wcitergediehener Entwickelung des Verkehrs entbehrlicheren Kram- 
und Jahrmärkte dagegen, ebenso manche dauernder benöthigte 
Märkte für besondere Waarengattnngen, z. B. die Wochenmürkte 
für Lebensmittel, dienen überwiegend den Zwecken des örtlichen 
Kleinhandels, erleichtern die Versorgung mit denjenigen Artikeln, 
in Bezug auf welche am Orte selbst die Nachfrage nicht groß 
genug ist, um fortwährend ein genügende Auswahl darbietendes 
Angebot hervorzurufen, und bewirken, daß auch dort wenigstens 
zu bestimmten Marktzeitcn eine stärkere Coneurrenz eintritt, wo 
diese sonst fehlt. Die meisten Märkte für besondere 
Waarengattnngen endlich, z. B. Getreide-, Vieh-, Woll-, 
Flachs-, Hopfen-, Maschinen-Märkte x., sind ein Ergebniß vor 
geschrittener Prodnctionstheilnng beim Handel, und theiliveise erst 
im Laufe der Zeit an die Stelle des unmittelbar örtlichen Auf 
kaufs der betreffenden Erzeugnisse bei den einzelnen Producenten 
getreten. Derartige Spccialmärkte bleiben am andauerndsten für 
den Kauf und Verkauf solcher Waaren Bedürfniß, welche ent-
	        

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