Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Volkswirthschaftslehre

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

46 
Siebter Abschnitt. 
stimmten Umständen vorgehen, die sich dahin zusammenspitzen: 
Zweierlei sehr verschiedene Sorten von Warenbesitzern müssen sich 
gegenüber- und in Kontakt miteinander treten, einerseits Eigner 
von Geld, Produktions- und Lebensmitteln, denen es gilt, die von 
ihnen geeignete Wertsumme zu verwerten durch Ankauf fremder 
Arbeitskraft; anderseits freie Arbeiter, Verkäufer der eigenen Ar- 
beitskraft und daher Verkäufer von Arbeit. Freie Arbeiter in dem 
Doppelsinn, daß weder sie selbst unmittelbar zu den Produktions- 
mitteln gehören, wie Sklaven, Leibeigene usw., noch auch die 
Produktionsmittel ihnen gehören, wie beim selbstwirtschaftenden 
Bauer usw., sie davon vielmehr frei, los und ledig sind. Mit dieser 
Spaltung des Warenmarktes sind die Grundbedingungen der kapita- 
listischen Produktion gegeben. Das Kapitalverhältnis setzt die Schei- 
dung zwischen den Arbeitern und dem Eigentum an den Verwirk- 
lichungsbedingungen der Arbeit voraus. Sobald die kapitalistische 
Produktion einmal auf eigenen Füßen steht, erhält sie nicht nur jene 
Scheidung, sondern reproduziert sie auf stets wachsender Stufen- 
leiter. Der Prozeß, der das Kapitalverhältnis schafft, kann also 
nichts anderes sein als der Scheidungsprozeß des Arbeiters vom 
Eigentum an seinen Arbeitsbedingungen, ein Prozeß, der einerseits 
die gesellschaftlichen Lebens- und Produktionsmittel in Kapital ver- 
wandelt, anderseits die unmittelbaren Produzenten in Lohnarbeiter. 
Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation ist also nichts als der 
historische Scheidungsprozeß von Produzent und Produktionsmittel. 
Er erscheint als „ursprünglich“, weil er die Vorgeschichte des Kapi- 
tals und der ihm entsprechenden Produktionsweise bildet. 
Die ökonomische Struktur [der wirtschaftliche Aufbau] der 
kapitalistischen Gesellschaft ist hervorgegangen aus der ökonomi- 
schen Struktur der feudalen Gesellschaft. Die Auflösung dieser hat 
die Elemente jener freigesetzt. 
Der unmittelbare Produzent, der Arbeiter, konnte erst dann 
über seine Person verfügen, nachdem er aufgehört hatte, an die 
Scholle gefesselt und einer andern Person leibeigen oder hörig zu 
sein. Um freier Verkäufer von Arbeitskraft zu werden, der seine 
Ware überall hinträgt, wo sie einen Markt findet, mußte er ferner 
der Herrschaft der Zünfte, ihren Lehrlings- und Gesellenordnungen 
und hemmenden Arbeitsvorschriften entronnen sein. Somit erscheint 
die geschichtliche Bewegung, die die Produzenten in Lohnarbeiter 
verwandelt, einerseits als ihre Befreiung von Dienstbarkeit und 
Zunfizwang; und diese Seite allein existiert für unsere bürgerlichen 
Geschichtschreiber. Anderseits aber werden diese Neubefreiten erst 
Verkäufer ihrer selbst, nachdem ihnen alle ihre Produktionsmittel 
und alle durch die alten feudalen Einrichtungen gebotenen Garantien 
ihrer Existenz geraubt sind. Und die Geschichte dieser ihrer Ex- 
propriation beruht nicht auf bloßen Mutmaßungen. Sie ist in die 
Geschichte der Menschheit eingeschrieben mit unverlöschlichen 
Zügen von Blut und Feuer.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.