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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Volkswirthschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

§ 183. Größe der Consumtion. 
341 
in civilisirten Ländern von mächtigerer Ausdehnung durch Geburts- 
Überschüsse thatsächlich erreicht werde. Das Geburtenverhältniß, 
d. h. das Verhältniß der Geburten zur Gesammtbevölkerung, 
könnte an sich, falls die im gebährensfähigen Alter stehenden 
weiblichen Individuen ein Fünftheil der Bevölkerung ausmachen, 
so beträchtlich werden, daß jährlich 1 Neugeborener auf je 10 
gleichzeitig Lebende käme. In der Wirklichkeit bleibt aber dieses 
Verhältniß hinter seiner physiologisch möglichen Höhe erheblich 
zurück, indem es in den meisten Ländern, in denen obige Voraus 
setzung rücksichtlich der Frauenzahl zutrifft, neuerlich nicht einmal 
halb so groß und in den bedeutenderen Staaten Europas durch 
schnittlich nur etwa wie 1 : 29 gewesen sein soll. Auf die 
jeweilige örtliche Höhe desselben wirkt namentlich auch die Leichtig 
keit zurück, mit welcher sich gegebenen Falls die Gründung einer 
neuen Familie ermöglichen läßt, woraus sich zugleich erklärt, 
weshalb selbiges je nach der bereits erreichten Dichtheit der 
Bevölkerung sowie je nach Art der vorherrschend betriebenen 
Erwerbszweige ein einigermaßen verschiedenes ist, und inwieweit 
die Anzahl der Geburten durch diejenige der wieder Anderen die 
Verehelichung gestattenden Todesfälle bedingt ivird. Das Sterb 
lichkeitsverhältniß, d. h. das Verhältniß der Todesfälle zu den 
gleichzeitig Lebenden, würde hingegen, wenn alle Menschen das 
natürliche, zwischen dem 70. und 80. Lebensjahre liegende Ziel 
des menschlichen Lebens erreichten, was völlig unmöglich ist, 
wie 1 : 75 sein. Es könnte nach den hierüber angestellten 
Berechnungen unter den denkbar günstigsten Voraussetzungen, 
falls nämlich möglichst Wenige in ihrem ersten Lebensjahre 
abstürben und alle die Schwäche der Kindheit Ueberstehenden keiner 
anderen Todesursache als der Altersschwäche unterlägen, sich 
selbst bei jährlich einer Geburt auf schon 25 Lebende so gestalten, 
daß alljährlich erst auf 57 bis 58 Lebende ein Todesfall käme. 
Wie weit jedoch die wirkliche Sterblichkeit diese möglich niedrigste 
übertrifft, zeigt der Umstand, daß in Folge des Hinzutretens 
anderweiter Todesursachen sich das Sterblichkeitsverhältniß jetzt 
z. B. in einer Mehrzahl europäischer Staaten ungefähr auf 
1 : 86 stellt. Dasselbe ist in verschiedenen Ländern sehr viel 
abweichender und überhaupt schwankender als das Geburten 
verhältniß, wird vorerst wiederum überwiegend durch letzteres 
beeinflußt, weil die Kindersterblichkeit selbst günstigsten Falls 
ungemein beträchtlich bleibt (indem z. B. bei hochkultivirten
	        

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