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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Volkswirthschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

342 0# 5. ao),, i. %c#Wßwüßi8rcit ber GonfumHo». 
Völkern im Durchschnitt noch immerhin über 3 Procent aller 
Neugeborenen todt zur Welt kommen und bon den lebend 
Geborenen gegen 19 Procent im ersten Lebensjahre eingehen) und 
hängt außerdem hauptsächlich bou dem unter der Bevölkerung 
herrschenden Grade des auskömmlichen Wohlstandes solute von 
demjenigen der sittlichen Kultur ab, dessen Erhöhung regelmäßig 
bewirkt, daß etlvas mehr Kinder ant Leben erhalten werden, und 
daß die frühzeitigen, nicht naturgemäß nothwendigen Todesfälle 
unter den Erwachsenen verhältnißmüßig abnehmen. 
Was endlich den Verlauf der Bewegung der Be 
völkerung anlangt, so wird deren Zunahme auf den niederen 
Kulturstufen, wo ohnehin die Volkszahl bei fortdauernd occupa- 
torischcr Bodenbenutzung nur sehr gering sein kann und die 
Rohheit der herrschenden Sitten keine zu starke Vermehrung 
aufkommen läßt, durch häufiges Dazwischenkominen von eine 
Wiederabnahme verursachenden Umständen, durch stete gegenseitige 
Befehdung und allgemeine Unsicherheit der öffentlichen Zustünde, 
nicht seltene Wiederkehr von Hungersnöthcn, zeitweises Eintreten 
verheerender Seuchen re. aufgehalten. Diese Hemmnisse einer 
reichlicheren Volksvermehrung, welche unter Jäger- und Hirten 
völkern am fühlbarsten sind und erst durch den nachherigen 
Uebergang zum Añerbaue sowie zum städtischen Gelverbfleiße 
abgeschwächt werden, vermindern sich nach und nach bei fort 
schreitender Kultur, mit der sich die Bevölkerung gleichmäßiger 
über das gesammte Territorium vertheilt und sich immer mehr 
neue Unterhaltsquellen eröffnen. Die Bevölkerungsverhältnisse 
gestalten sich sonach späterhin fortwährend günstiger. Die Sterb 
lichkeit wird geringer, die mittlere Lebensdauer, d. h. die Anzahl 
der Jahre, welche durchschnittlich jeder der innerhalb eines 
bestimmten Zeitraumes Verstorbenen durchlebt hat, verhältniß- 
mäßig größer, lvomit wenigstens bedingungsweise eine wirkliche 
Verlängerung des mittleren Lebens und eine Vergünstigerung 
der unter den Lebenden bestehenden Altersverhältnisse, d. h. der 
Verkeilung der Bevölkerung nach dem Alter, verbunden ist. 
Die mögliche Schnelligkeit der weiteren Bevölkerungszunahme 
hängt nun wesentlich mit davon ab, inwieweit sich die Unter 
haltsmittel in stärkerem Verhältnisse vermehren, als die Sterb- 
Uchkeit abnimmt. Nachher, aus den höchsten Kulturstufen, tuo 
feie Bevölkerung mindestens in altbesiedelten Kulturländern überall 
sehr dicht zu sein und sich zumal an einzelnen Verkehrspunkten
	        

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