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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Fünftes Buch
  • Sechstes Buch
  • Siebentes Buch

Full text

26 
Fünftes Buch. Erstes Kapitel. 
gekehrten Geiseln verbreiteten den Ruhm des großen Franken— 
herrschers wie die neue Kultur der Kirche. Noch in den Jahren 
802 -804 wurde das System aufs umfassendste auf die über— 
elbischen Sachsen, die Nordleute angewendet. Von ihnen wurde 
weitaus der größte Teil nach dem Frankenreich abgeführt, ihr 
Land aber den slawischen Abodriten überlassen. Es war eine 
Maßregel, die zugleich das heidnische Dänemark endgültig 
abtrennen sollte vom christlichen Sachsen: es war das Schlußwort 
Karls des Großen in Sachen der sächsischen Unterwerfung. — 
Die Gewinnung Baierns kann als volles Korrelat zur Be— 
siegung der Sachsen betrachtet werden: beide Ereignisse zusammen 
erst haben die gewaltigsten politischen Folgen, vor allem die 
Möglichkeit eines späteren ostfränkischen, dann deutschen Reiches 
gezeitigt; als Bezwinger Sachsens und Baierns zugleich ist 
Karl der Große der Begründer der Anfänge eines deutschen 
Gesamtstaates und einer der wesentlichsten Förderer der deutschen 
Nationalität geworden. 
Wie verschieden aber verliefen im übrigen die sächsischen 
und die bairischen Ereignisse. Dort alle heroischen Züge eines 
Volkskampfes, ein Gegenstück der gewaltigen Kriege unter Tibe— 
rius, Drusus und Germanicus; hier ein bald mit diplomatischen, 
bald mit militärischen Mitteln geführter Streit gegen den 
Herzog des Landes, eine Reihe beiderseits dynastisch gefärbter 
Vorgänge. Dort die Abwehr eines Stammes, der sich noch auf 
dem Boden urzeitlicher Verfassung bewegt, hier die Widerspen— 
stigkeit eines Herzogtums, das besser als alle deutschen Stammes— 
herzogtümer die fürstlichen Befugnisse des 4. bis 6. Jahrhunderts 
zu wahren und zu erweitern gewußt hatte. 
Zwar war in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts ein 
gewisser Verfall in der Macht des bairischen Herzogtums einge— 
treten: die Organisation der Kirche als einzig für sich stehenden 
Körpers war den Herzogen mißlungen!; Angriffe vom frän— 
kischen Westen her hatten das Land geschwächt, schließlich sogar 
zur Abtretung des Nordgaues geführt?, und von Süden aus 
Vgl. Band J S. 355. 
8 Vgl. oben S. 9. 14.
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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