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Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Bibliographic data

fullscreen: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

Monograph

Identifikator:
833658085
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28151
Document type:
Monograph
Author:
Walter, Heinrich
Title:
Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 100 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
  • Title page
  • Contents

Full text

92 
■I 
Schwieriger wird sich die Sache gestalten, wenn wir uns die Frage 
aufstellen, welchen Horizont der Kreideformation die Ropianka-Schichten 
in den westgalizischen Karpathen repräsentiren? 
Allerdings scheint die Antwort nahe zu liegen, daß dieselben analog 
zu dem im O. gebrauchten Vorgänge zum Neocom zu stellen sind. 
Aber abgesehen davon, daß nach unserer Ansicht das neocome Alter 
der strzolkaartigen Schichten in den Ostkarpathen rein hypothetisch ist, da 
gerade die wenigen entscheidenden Fossilien (bei Przemysl n. s. w.) nicht in den 
petrographisch typischen Ropianka-Schichten vorkommen, so haben wir auch 
andere Gründe, die uns diese Annahme (wenigstens für unser Aufnahms 
gebiet) bedenklich erscheinen lassen. 
Vor Allem wollen wir betonen, daß die wenigen palaeontologischen 
Funde hier gar nichts beweisen. Von den Jnoceramen, die wir da gefun 
den haben, ließen sich folgende annähernd weiter bestimmen: Inoceramus 
Cripsii Maut., I. cf. concéntricas Sow., I. cf. Haneri Zugmayr. 
Die beiden ersteren kommen bekanntlich sowohl in der unteren als 
auch in der oberen Kreide vor, was aber den Inoceramus Haneri an 
belangt, so ist keineswegs eine ausgemachte Thatsache, daß die Schichten, 
in denen er gefunden wurde, thatsächlich dem Neocom entsprechen. 
Der Abdruck von angeblichem Phylloceras, der von Herrn Szajnocha 
in unserem Terrain vor einigen Jahren gefunden wurde, scheint auch nicht 
viel zu beweisen, denn bekanntlich geht der Phylloceres bis in das Ceno- 
men hinauf. Uebrigens ist das Exemplar so unvollkommen, daß es nach 
unserer Meinung fraglich ist, ob das Stück überhaupt eine Versteinerung 
darstellt. 
Da uns nun die Paläontologie vollkommen im Stich läßt, so wollen 
wir versuchen, ob nicht vielleicht das Studium der stratigraphischen Ver 
hältnisse zur Losung dieser Frage beitragen könnte. 
Wir haben gesehen, daß überall in unserem Terrain die rothen Thone 
das unmittelbare Hangende der Ropianka-Schichten bilden. In den rothen 
Thonen findet man jedoch, wie wir das bereits im I. Theil ausführlich 
erörtert haben, einen grünen, breccienartigcn Sandstein mit zahlreichen 
Nummuliten, von denen sich folgende bestimmen ließen: Nummulites Lu- 
casana Defr., N. irregularis Defr, N. cf. granulosa d’Arcli, u. s. w. 
Es unterliegt also nicht dem mindesten Zweifel, daß die rothen Thone 
dem Eocen, und zwar (wie das aus dem genannten Formen hervorgeht) 
dem unteren Eocen angehören, und daß somit die Ropianka-Schich 
ten der Westkarpathen das unmittelbare Liegende des unteren 
Eocens bilden. 
Wir wollen hier erinnern, daß wir diese Thatsache in Stzkowa, 
Siary, Ropa, Strzylawka (oberhalb Grybów) Kru/lowa, Radziechoìva
	        

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Die Textilindustrie Sämtlicher Staaten. Druck und Verlag von Fried. Vieweg & Sohn, 1917.
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