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Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Bibliographic data

fullscreen: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

Monograph

Identifikator:
833658085
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28151
Document type:
Monograph
Author:
Walter, Heinrich
Title:
Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 100 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
  • Title page
  • Contents

Full text

93 
(Schlesien) u. s. w. constatirt haben. In allen den genannten Localitäten \ 
haben wir thatsächlich in einer und derselben kaum ein paar Meter hoher 
Wand Jnoceramen und Nummuliten gesammelt. 
Die rothen Thone bilden somit eine ausgezeichnete Leitschicht, denn 
obwohl man in derselben nicht immer die nummulitenführende Sandsteine 
eingeschaltet findet, so unterliegt es nicht dem mindesten Zweifel, daß sie 
überall in unserem Gebiet dieselben d. i. von eocenen Alter sind. x ) Man 
soll sich im Gegentheil wundern, daß wir den nummulitenführenden Sand 
stein, der doch so eine geringe Mächtigkeit besitzt (gewöhnlich nur einige 
Decimeter) in so vielen Punkten anstehend fanden"), denn wie leicht könnte 
derselbe ausgewaschen, oder von den losen Thonmassen überschüttet werden. 
Es steht soweit fest, daß das untere Eocen das unmittelbare Hangende 
der Ropianka-Schichten bildet. 
Bei der Erklärung dieser Thatsache drängt sich vor Allem die An 
nahme auf, daß wir es hier ähnlich wie stellenweise in Schlesien mit einer 
großartigen Transgression zu thun haben, vorausgesetzt natürlich, daß wir 
die Ropianka-Schichten als Neocom betrachten. Diese Annahme scheint uns 
jedoch wenig plausibel zu sein, indem hier keine Transgressionserschei- 
nungen sichtbar sind. Die rothen Thone liegen nicht nur ganz concordant 
auf den Ropianka-Schichten,' sondern sie alterniren sogar in den unteren 
Partieen mit den letzteren, so daß wir uns in Folge dessen zu der An 
nahme gezwungen sehen, die Ropianka-Schichten in unserem Gebiete als 
obere Kreide zu betrachten. 
Wie wir in unserem Anhang zum ersten Theile ausführlich besprochen 
haben, liegen unsere echten strzolkaartigen Gesteine bei Guloszków unweit 
von Kamesznica (Schlesien) auf dem Cenoman, so daß unsere Annahme 
durch diese Thatsache wahrscheinlich wird. 
Wir wollen gerne zugeben, daß es nur stratigraphische Gründe sind, 
die uns zu dieser Ansicht berechtigen. Diese ganze Frage ist jedoch rein 
theoretischer Natur, und ob man sich nun in der Zukunft für die eine oder 
andere Annahme entscheidet, so werden dadurch weder unsere Karten noch 
unsere Profile in irgend einer Weise alterirt, denn eines steht fest und 
wird sich nie bestreiten lassen, nämlich die Thatsache, daß in 
') Wir bemerken ausdrücklich, daß wir nur diese rothen Thone für einen wich 
tigen geologischen Horizont betrachten, die unmittelbar den Ropianka-Schichten 
ausruhen. Denn anderseits läßt es sich gar nicht läugnen, daß ähnliche Thone 
sich in höheren Horizonten wiederholen. 
*) Erwähnenswerth ist der Umstand, daß wir ganz denselben grünen breccien- 
artigen Sandstein mit Nummuliten aus Moinesti (Rumänien) erhalten haben, 
der dort in den rothen Thonen unterhalb der Menilite-Schiefer liegt. Es scheint 
somit, daß unsere Schichten eine große Verbreitung in den Karpathen besitzen, 
und wir können nicht umhin die Geologen darauf aufmersam zu machen. -s
	        

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Das Petroleumgebiet Der Galizischen Westkarpathen. Manz, 1883.
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