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Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Bibliographic data

fullscreen: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

Monograph

Identifikator:
833658085
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28151
Document type:
Monograph
Author:
Walter, Heinrich
Title:
Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 100 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
  • Title page
  • Contents

Full text

4 
Als die ältesten und tiefsten Schichten sind hier die Ropianka-Schich- 
ten entwickelt?) So sahen wir in Ropica-ruska angefangen von der 
Stelle gegenüber der Brücke beim Schranken, wo der Bergbau des 
H. Tarasiewicz gelegen ist, längs des rechten Ufers des Flusses, bis 
zur Mündung des Meiner Baches, als Grundgebirge die Ropianka- 
Schichten. Der petrographische Charakter derselben läßt sich in wenigen 
Worten folgendermaßen schildern: es sind das die bekannten, graugrünen, 
feinkörnigen, blättrigen, glimmerreichen, selbst in kleinen Handstücken 
krummschaligen, mit zahlreichen Glimmerschüppchen, Hieroglyphen, Fukoi- 
den, unbestimmbaren organischen Resten, und zahlreichen Kalkspathadern 
durchzogener Sandsteinschiefer. Bei Verwitterung dieser schichten ent 
stehen wasserdichte, sandige Thone und dunkelgrauer Humusboden. 
Wo diese Schichten mächtig entwickelt sind, entwickeln sich selbst auf 
den höchsten Gipfeln beträchtliche Sümpfe und Moräste. Auf den Halden 
einiger Schächte gelang es uns einige theilweise wohlerhaltene Jnoceramen 
zu finden wovon übrigens später die Rede sein wird. ') Diese Schichten, 
welche wir aus den später zu erörternden Gründen, von nun an als „untere 
Ropianka-Schichten" bezeichnen wollen, zeigen eine sehr verwickelte Tek 
tonik. Wir sehen, daß das Fallen und Streichen derselben alle Augenblicke 
wechselt, welcher Umstand bei der bergmännischen Gewinnung des Petro= 
leums unangenehm fühlbar wird. 
Abgesehen von den zahlreichen localen Störungen, kann man jedoch 
constatiren, daß wir da im Großen und Ganzen einige steil ausgerichtete 
Falten vor uns haben, die regelmäßig in 9 h. streichen. 
Dieser bläulichgraue, krummschalige Sandsteinschiefer, der in Schlesien 
im Volksmunde „Strzolka" genannt wird, bildet die Hauptmaße der Ro 
pianka-Schichten. Außerdem findet man in diesem Schichtencomplex auch 
einige andere petrographische Elemente, so z. B. Thonschiefer und Sand 
steine, unter denen besonders eine Felsart unsere Aufmerksamkeit verdient. 
Es ist das ein grobkörniger, gelblich grauer Sandstein mit mergeligem 
Bindemittel 30—60 cm mächtig, der vielfach zerklüftet und mit Erdöl 
reichlich imprägnirt ist, so daß jedes Stück einen starken bituminösen Ge 
ruch besitzt, und in ruhiges Wasser geworfen, zahlreiche Oeltropfcn 
i) Wir behalten diese Benennung, die durch Bergrath Paul in die Literatur 
eingeführt wurde, obwohl wir, wie aus dem Späteren hervorgehen wird, ein 
anderes geologisches Alter für die betreffenden Schichten beanspruchen zu müssen 
glauben, als es für die Ropianka-Schichten in den Ostkarpathen der Fall ist. 
*) Im Jahre 1880 bereiste einer von uns in Gesellschaft des Herrn 
Szajnocha diese Gegend. Herr Szajnocha hat darüber in den Verhandlungen 
der geol. R. A. 1880 einen kurzen Reisebericht publicirt, in dem die Jno 
ceramen- und Ammoniten-Funde aus diesen Gegenden erwähnt werden.
	        

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Das Petroleumgebiet Der Galizischen Westkarpathen. Manz, 1883.
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