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Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Bibliographic data

fullscreen: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

Monograph

Identifikator:
833658085
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28151
Document type:
Monograph
Author:
Walter, Heinrich
Title:
Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 100 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
  • Title page
  • Contents

Full text

Schächte sich befinden. Auf der Halde dieser Schächte kann man beobach 
ten, daß die Hauptmasse der Schichten durch die oberen Ropianka-Schich- 
ten gebildet wird, die durch große Mengen plattiger Sandsteine und 
dunkler Schiefer ausgezeichnet sind. Auch die strzolkaartigen Gesteine 
scheinen hier nicht zu fehlen, obwohl sie in geringerer Menge und größerer 
Tiefe vorkommen. 
Das Hangende dieser Schichten bildet ein merkwürdiger, dünnblätteri 
ger, weicher Sandstein mit Glaukonit-Kornern, Bruchstücken von Cidariten 
Stacheln und schönen Bryozoen, die kleine 3—5 mm im Durchmesser 
messende Kolonien im Gesteine bilden. Leider sind diese organischen Reste 
von keinem Werth für die Stratigraphie, da die Cidariten-Stacheln unbe 
stimmbar sind, und die Bryozoen bekanntlich sich zur Altersbestimmung 
der Schichten durchaus nicht eignen. Deshalb sind wir auch nicht im 
Stande anzugeben, ob diese Sandsteine den Ropianka- oder jüngeren 
Schichten angehören, und wollen nur die allgemeine Aufmerksamkeit auf die 
selben lenken, da möglicherweise daselbst sich noch andere bessere organische 
Reste finden lassen. 
Der Bergrücken an dessen Fuße das Dorf Gr.'.dek gelegen ist, zeigt 
stellenweise rothe Thone, allein ihr Verhältnis zu den jetzt oben beschrie 
benen Bryozoen-Sandstein ist wegen Mangel an Aufschlüssen unklar. 
Gleich unterhalb der höchsten Spitze des Grödkcr-Berges, be 
findet sich ein großer Steinbruch, in dem mächtige Schichten eines dick- 
bänkigen Sandsteines zu sehen sind. Derselbe ist im frischen Bruche grau, 
verwittert gelblich, besitzt ein feines Korn mit mergeligem Bindemittel und 
zeigt an der Oberfläche spärliche Hieroglyphen. Die großen, hervorragen 
den Bänke streichen 5—6h und fallen nach N. Außerdem sieht man 
hier wcchsellagernde, rostbraune Schiefer, die reich an Eisenverbindungen 
und (wahrscheinlich infolge der kieseligen Beimengung) recht hart sind.. 
Alle diese Schichten im Steinbruche glauben wir wegen ihrer strati 
graphischen Stellung (auf den rothen Thonen) und der Analogie zum 
Hetm, zu dem oberen Eocen zuzählen zu sollen. Fm S., gegen die 
Grybower Chaussve zu, sehen wir die Menilit-Schiefer mit ihrem abweichen 
den N.-Streichen. 
Endlich gelangen wir in der Nähe der Chaussee zu der uns bekann 
ten Schlucht, wo die neuangelegten Schächte bes Herrn hodzinski sich be 
finden. Dieser Theil zeichnet sich durch eine mächtige Entwickelung der 
dickbänkigen, naphtaführenden Sandsteine aus, die in die echte Strzolka 
eingeschaltet sind. Die Lagerungsweise der Schichten ist hier sehr gestört 
und durch zahlreiche Verwürfe unterbrochen. 
Die Chaussée von Ropa nach Grybäw fällt mehr oder weniger mit 
der Streichungs-Richtung zusammen, daher ist es sehr natürlich, daß wir
	        

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Das Petroleumgebiet Der Galizischen Westkarpathen. Manz, 1883.
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