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Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Bibliographic data

fullscreen: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

Monograph

Identifikator:
833658085
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28151
Document type:
Monograph
Author:
Walter, Heinrich
Title:
Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 100 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
  • Title page
  • Contents

Full text

57 
mit den Schottermassen alternirt, so daß die Grenze zwischen diesen 
beiden Bildungen nirgends schärfer bestimmt werden kann. 
Es läßt sich nicht viel über den Schotter sagen, wir finden in ihm 
Geschiebe aller Felsarten, deren Gebiet von dem Dunajecfluß durchschnitten 
wird, also neben den Graniten des Tatra-Gebirges auch Klippenkalke 
und Gesteine der Sandsteinzone. 
Mehr Interesse würde das Studium der Schotterlagerung, sein Ver 
hältniß zum Lehm und andere Erscheinungen dieser Art darbieten, da 
jedoch solche Untersuchungen außer dem Bereich unserer Aufgabe lagen, 
so sind wir jetzt genöthigt, dieselben mit Stillschweigen zu übergehen. 
Wenn wir nun die Stadt Neu-Sandez, die auf dieser alluvialen Ebene 
gelegen ist, verlassen und uns längs der Grybower Chaussee gegen O. 
wenden, so gelangen wir bald zu den Gebirgszügen, die an ihrem 
äußeren Abhange große Massen von Berglehm aufweisen, sonst aber 
ausschließlich aus einem eocenen Schichtencomplex aufgebaut sind.*) Es 
sind das großbänkige, feinkörnige, glimmerrciche Sandsteine, die im 
frischen Bruch bläulich, in der Verwitterung aber gelblich aussehen 
und die mit braunen, stellenweise sogar mit dunklen Schieferthonen alter- 
niren. Ihr Streichen ist 7—8 h, ihr Fallen SW. (Vergl. den betreffen 
den Durchschnitt.) 
In allen möglichen Richtungen von dem erwähnten Orte, finden wir 
überall dieselben Schichten mit nämlichem Fallen, und wir werden uns 
somit leicht überzeugen können, daß wir es hier mit einem mächtigen eocenen 
Zug zu thun haben, der von SO. gegen NW. streicht. 
Es ist das derselbe Zug, den wir schon mehrere Male erwähnt und 
in dem wir auf der Kurowska-göra Nummuliten gefunden haben, sein 
eocenes Alter unterliegt somit nicht dem mindesten Zweifel. 
Weiter südlich davon, in der Gegend von Nawojowa, ändern sich die 
Verhältnisse nur insoferne, daß auf die Stelle der soeben beschriebenen 
auch massige Sandsteine erscheinen, die anfangs mit den ersteren alterniren, 
später ausschließlich das ganze Terrain einnehmen, so daß das eocene Alter 
auch dieser Schichten nicht zweifelhaft sein kann. 
Ein schönes Profil, das diesen ganzen eocenen Zug verquert, finden 
wir längs der Eisenbahn zwischen Neu-Sandez und Ptaszkowa. 
Einige Kilometer hinter Neu-Sandez, im Thale des Kamionka-Baches, 
erblicken wir prächtige Durchschnitte der Sandsteine, die wir soeben kennen 
gelernt und unter denen besonders der massige Sandstein durch sein schönes 
landschaftliches Aussehen in die Augen fällt. 
') Es ist übrigens bereits von Paul und Tietze constatirt worden (Stud, in 
der S. d. Karp.), daß diese Schichten dem Eocen angehören.
	        

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Régime Des Chambres de Commerce. Libr.-impr. réunies, 1894.
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