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Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Bibliographic data

fullscreen: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

Monograph

Identifikator:
833658085
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28151
Document type:
Monograph
Author:
Walter, Heinrich
Title:
Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 100 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen
  • Title page
  • Contents

Full text

60 
Ueber die petrographische Beschaffenheit dieser Schichten läßt sich nicht 
viel sagen, es sind das die bekannten krummschaligen grünlichgrauen Sand- 
steinschiefer. Auffallend ist da der Mangel an naphtaführenden Sand 
steinen, überhaupt Naphtaspuren. Die rothen Thone enthalten als 
Zwischenlage den glasigen Sandstein, es ist uns jedoch nicht gelungen, die 
nummulitenführenden Schichten hier aufzufinden. 
Zu beiden Seiten dieses Aufbruches sieht man sowohl auf dem 
Chekmecki-Berg, als auch auf der sog. Dgbrowa den plattigen eocenen 
Sandstein, der mit seinem Liegenden concordant gelagert ist. Wenn wir 
nun mit dem Laufe des Dunajec-Flnffes längs des Abhanges des Chek- 
mecki-Berges gegen Rdziostów schreiten, erhalten wir folgenden Durch 
schnitt. 
Hinter Biczyce hören die eocenen Sandsteine auf und es erscheinen 
als das Liegende derselben die rothen Thone mit dem SW.-Fallen. 
NO. davon erblicken wir unter ihnen eine große Wand von dünn 
geschichteten, gelblich-braunen, schiefrigen, glimmerreichen Sandsteinen mit 
kleinen Hieroglyphen und undeutlichen Fucoiden. Ihre Lagerung ist mit 
dem des Hangenden d. i. der rothen Thone ganz concordant. 
Noch weiter gegen Rdziostów finden wir in einer tiefen Schlucht die 
echten unteren Ropianka-Schichten, die das Liegende der soeben erwähnten 
gelblich-braunen schiefrigen Sandsteine bilden. 
Wenn wir aber in derselben Richtung das Profil weiter verfolgen, 
so erblicken wir bald dieselben braunen Sandsteine mit demselben Streichen, 
aber mit einem entgegengesetzten d. i. NO.-Fallen. 
Es ist also evident, daß wir cs hier mit einer typischen Antiklinale 
zu thun haben. Zuunterst werden die strzolkaartigen Gesteine emporge 
preßt, darauf kommen die braunen schiefrigen Sandsteine dachförmig zu 
liegen, noch höher erscheinen die rothen Thone, bis endlich die eocenen 
Sandsteine das Hangende der ganzen Antiklinale bilden. 
Wenn wir uns noch weiter in derselben Richtung bis an den Dunajec- 
Fluß begeben, so bekommen wir die Bestätigung unserer Ansicht, wir sehen 
nämlich die rothen Thone mit eocenen Sandsteinen als den äußersten nörd 
lichen Flügel unserer Antiklinale. 
In diesem Profil ist der Umstand auffallend, daß die braunen schief 
rigen Sandsteine sich hier zwischen die rothen Thone und die strzolkaartigen 
Gesteine einschieben, während wir sonst überall die beiden letzteren Schicht 
gruppen in einem engen und unmittelbaren Zusammenhange beobachteten. 
Es scheint jedoch, daß diese Zwischenlage nichts anderes ist, als eine 
locale Entwicklung der Ropianka-Schichten. 
Diese ganze Aufbruchswelle wendet sich gegen NW., nach Klyczanv, 
Chomranice u. s. w., worauf wir bald zurückkommen.
	        

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Das Petroleumgebiet Der Galizischen Westkarpathen. Manz, 1883.
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