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Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

Monograph

Identifikator:
833814885
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-28477
Document type:
Monograph
Author:
Baumberger, Georg http://d-nb.info/gnd/119200082
Title:
Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse
Place of publication:
St. Gallen
Publisher:
Hasselbrink
Year of publication:
1891
Scope:
1 Online-Ressource (278 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse
  • Title page
  • Contents

Full text

I 
— 180 
unglücklichen Stellung der arbeitenden Klassen, die Negierung 
das Recht hat, ein Minimum einer Besoldung festzustellen, 
unter welches es unerlaubt zu gehen sei und die Beobachtung 
dieses strengstens zu verlangen". 
Bedeutend reservirter spricht sich der ebenso angesehene 
Pater Lehmkuhl in seiner scharf uub tief durchdachten Lohn- 
studie zu Handen der internationalen Freiburger Konferenz 
katholischer Soziologen ans. Er bemerkte: „Tie öffentliche 
Gewalt sollte sich in der Regel jedes Eingriffs in die Lohn 
frage enthalten und eher dafür sorgen, daß durch gesetzliche 
Regelung der wirtschaftlichen Verhältnisse eine der Gerechtig 
keit und Billigkeit entsprechende Lohnbasis von selbst sich 
ergibt. In Ansnahmefällen lUnterdrücknng der Arbeiter, 
Sinken der Löhne unter ein Existenzminimum) kann die 
öffentliche Gewalt und sie muß selbst je nach den Umstünden 
die Einführung eines Minimallohnes vornehmen und über 
wachen, um vor dessen Verkürzung zu sichern." 
Im Lager der Freunde des Minimallohnes dürfte man 
nun ebenso sehr überrascht sein wienn demjenigen seiner Gegner, 
daß der Minimallohn sich in der Praxis als ungleich vor- 
theilhafter für die Arbeitgeber erwies, als für die Arbeitnehmer, 
daß er es war, bezw. die Erfahrungen, welche man mit ihm 
im Laufe der Jahre machte, welche die eingefleischtesten Gegner 
des Verbandes unter den großen Arbeitgebern zu dessen 
überzeugten Kämpen verwandelte. Wie schon früher betvnt, 
liegen die Ursachen dieser Erscheinung darin, daß der Mini 
mallohn der Arbeitgeberschaft die lang entbehrte sichere und 
stabile Kalknlationsbasis zurückgab und zugleich auch der Spe 
kulation den Lebensfaden unterband, derart als werthvolles 
Mittel zur Organisation der Produktion sich erweisend, worüber 
im nächsten Abschnitte ausführlicher die Rede sein wird. Diese 
Eigenschaften haben dem Minimallohn den ihm bisher beinahe 
überall beigemefsenen Charakter, ein einseitiges Postulat im 
Interesse der Arbeitnehmer auf Kosten der Arbeitgeber zu sein.
	        

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Geschichte Des Zentralverbandes Der Stickerei-Industrie Der Ostschweiz Und Des Vorarlbergs Und Ihre Wirthschafts- Und Sozialpolitischen Ergebnisse. Hasselbrink, 1891.
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