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Lexikon der Handelsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
834011689
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85682
Document type:
Monograph
Author:
Jung, Karl Emil http://d-nb.info/gnd/117659711
Title:
Lexikon der Handelsgeographie
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verl. des Bibliogr. Inst.
Year of publication:
1882
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 563 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

^şş«sri8VŞ«v; 
“ 
mäm 
fcLÌ' '■ 
China (Urproduktion: Tabak, Viehzucht, Seide). 
Mill. Pfd., uub auch Rohbaumwolle wird 
importiert. Die Einfuhr übersteigt die 
Ausfuhr sehr bedeutend, in Menge um 
mehr als das Vierfache; der Wert betrug 
über 6 Mill. Mk. Das Land erzeugt auch 
weder genug vom Rohstoff, noch liefert es 
genügend von den Fabrikaten für den 
Verbrauch. 1879 belief sich der Wert der 
eingeführten Baumwollwareir auf 135,6 
Mill. Mk., worunter die Hauptpostcn: 
Schillings ?I,2 
I-Tuch 15,o 
Drclle 15, i 
Garn und Zwirn . . 19,i 
Die Wiederausfuhr wertete 8,8 Mill. Mk. 
Die Tabakkultur ist eine sehr allge 
meine; mau baut die Pflanze im ganzen 
Land, aber meist nur für den eignen Ge 
brauch , zum Verkauf nur im nördlichen 
rind südlichen C. sowie in der Provinz 
Hupe. Ein Teil der zur Ausfuhr be 
stimmten Tabakblätter geht, nachdem er 
für chinesischen Geschmack zugerichtet wor 
den ist, nach Hongkong und in die chinesi 
schen Niederlassungen im Indischen Archi 
pel, nach den Ansiedelungen in der Ma 
lakkastraße re. für den Gebrauch dortiger 
chinesischen Ansiedler (1877:216,000kg). 
Dagegen wird ein andrerTeil, und zwar fast 
ausschließlich Blätter, aus dem Jantfe- 
distrikt für den europäischen Markt nach 
Schanghai gesandt und geht von dort über 
Hongkong nach England; er wird vor 
nehmlich'zur Mischung mit türkischem 
Tabak verwandt. Der Export von Tabak 
blättern überhaupt betrug 1879 ca.740,000 
kg im Wert von 971,052 Mk. , die fast 
ausschließlich nach England gingen. — 
Als andre Produkte chinesischen Landbauö 
sind zu nennen: Bohnen, Cassia lignea, 
Kampher, Früchte, Galläpfel, Rhabarber, 
Safflor, Indigo, und als Fabrikate, 
welche aus Produkten des Ackerbaus her 
gestellt werden, namentlich Strohgeflechte. 
1879 wurden exportiert für 7,585,680 
Mk., ferner für 1,920,126 Mk. Matten 
und für 736,620 Mk. Graötuch, sodann 
Stuhlrohr und Waren daraus, Bambus 
und Waren daraus rc. Der Talgbaum 
wird in der Umgebung von Ningpo in 
großer Menge kultiviert, doch führt E. von 
dem Produkt jetzt mehr ein als aus. 
Die Viehzucht steht auf einer sehr 
niedrigen Stufe, da der Chinese über 
haupt wenig von Fleischnahrung lebt; 
höchstens ist noch die Schweinezucht von 
Bedeutung. Für die Nebenländer, welche 
durchweg von Nomadcnstämmen besetzt 
sind, ist aber gerade der Viehstand von 
großer Wichtigkeit. Die Exporte sind nicht 
von hohem Belang; die wichtigsten Posten 
waren 1879 (in Mark): 
Häute 1447632 
Hörner und Hufe . . 195798 
Haare 1511202 
Wolle 93960 
Allerdings darf der Posten »Haare« nicht 
ausschließlich ans Rechnung der Viehzucht 
geschrieben werden, vielmehr sind hierunter 
zum großen Teil Menschenhaare begriffen, 
welche in den letzten Jahren in bedeuten- 
denMengen exportiert wurden. Der Ver 
brauch von Wollwarcn, ursprünglich ein 
sehr beschränkter, hat bedeutend zugenom 
men und damit der Import, da im Land 
selbst wenig erzeugt wird. Von der Gesamt 
einfuhr, welche sich 1879 auf 29,726,732 
Mk. bezifferte, entfällt nahezu ein Viertel 
auf Kamelott; nächst bedeutend sind Tuch, 
das zur Hälfte aus Rußland importiert 
wird, und die unter den Namen Spanish 
Stripes, Lastings, Long Ells und Lüstres 
bekannten Stoffe. 
An Wichtigkeit das zweite Produkt des 
Landes, dessen Ausfuhrwert nahezu ein 
Drittel des gesamten Exports repräsen 
tiert, ist die Seide. Schon 4000 v. Chr. 
soll die Seidcnzucht hier bekannt gewesen 
sein. Jetzt liefern die mittlern Provinzen 
die meiste und beste Seide. Wie hoch die 
Produktion steigt, ist schwer anzugeben. 
Nach einer Schätzung des »North China 
Herald« soll das jährliche Erträgnis 6—8 
Mill, kg betragen, was einem Wert von 
200-250 9m. m. oW#me; ¡cW) 
nehmen andre weit höhere Summen an. 
Die Ausfuhren sind in den letzten Jahren 
schnell gestiegen; ihre Höhe erreichten die 
selben 1876 mit 5,621,000 kg im Wert 
von 189,9 Mill. Mk., sanken nachher 
stark, betrugen aber 1879: 5,954,838 kg 
im Wert von 143,3 Mill. Mk. Die gesamte 
Ausfuhr aller Produkte der Seidenzucht 
bildete sich aber aus folgenden Posten: 
Artikel, die »»ter E vermißt werde», sind unter K nachzuschlagen.
	        

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Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
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