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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Monograph

Identifikator:
834011689
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85682
Document type:
Monograph
Author:
Jung, Karl Emil http://d-nb.info/gnd/117659711
Title:
Lexikon der Handelsgeographie
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verl. des Bibliogr. Inst.
Year of publication:
1882
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 563 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

574 
Siebter Abschnitt 
Arbeiterklasse zu erzwungenem Müßiggang durch Ueberarbeit des 
andern Teiles, und umgekehrt, wird Bereicherungsmittel des ein- 
zelnen Kapitalisten® und beschleunigt zugleich die Produktion de! 
industriellen Reservearmee auf einem dem Fortschritt der gesell: 
schaftlichen Akkumulation entsprechenden Maßstab. 
Wie wichtig dies Moment in der Bildung der relativen Ueber 
völkerung, beweist zum Beispiel England. Seine technischen Mittel 
zur „Ersparung“ von Arbeit sind kolossal. Dennoch, würde morgeb 
allgemein die Arbeit auf ein rationelles Maß beschränkt und für die 
verschiedenen Schichten der Arbeiterklasse wieder entsprechend 
nach Alter und Geschlecht abgestuft, so wäre die vorhandene 
Arbeiterbevölkerung absolut unzureichend zur Fortführung der 
nationalen Produktion auf ihrer jetzigen Stufenleiter. Die große 
Mehrheit der jetzt „unproduktiven“ Arbeiter müßte in „produktive‘ 
verwandelt werden. 
ım großen und ganzen sind die allgemeinen Bewegungen des 
Arbeitslohnes ausschließlich reguliert durch die Ausdehnung und 
Zusammenziehung der industriellen Reservearmee. welche dem 
58 Selbst während der Baumwollnot von 1863 findet man in einer Schrift 
der Baumwollspinner von Blackburn heftige Anklagen gegen die Ueber“ 
Arbeit, die kraft des Fabrikgesetzes natürlich nur erwachsene männlich® 
Arbeiter traf. „Von den erwachsenen Arbeitern wurde in dieser Fabrik 
eine zwölf- bis dreizehnstündige tägliche Arbeitszeit verlangt, während ® 
Hunderte gibt, die gezwungen sind, müßig zu gehen, aber bereit wäre® 
Halbzeit zu arbeiten, um nur ihre Familien erhalten und ihre Kamerade? 
vor einem frühzeitigen Tode infolge von Ueberarbeit zu bewahren. Wir“ 
heißt es weiter, „möchten fragen, ob diese Praxis, Ueberzeit zu arbeiteB: 
irgendwie erträgliche Verhältnisse zwischen Meistern und ‚„‚Dienern“ mög“ 
lich macht? Die Opfer der Ueberarbeit fühlen die Unbill ebensosehr al 
die dadurch zu erzwungenem Müßiggang Verdammten (condemned to forced 
idleness). In diesem Distrikt reicht das zu verrichtende Werk hin, um alle 
teilweise zu beschäftigen, würde die Arbeit billig verteilt. Wir verlange? 
aur ein‘ Recht, indem wir die Meister auffordern, allgemein nur kurze Zeil 
zu arbeiten, wenigstens solange der jetzige Stand der Dinge währt, statt 
einen Teil zu überarbeiten, während der andere dureh Arbeitsmangel 8° 
zwungen wird, von der Wohltätigkeit seine Existenz zu fristen.“ („Report® 
of Insp. of Fact. for 31st October 1863“, p. 8.) — Die Wirkung einer relativer 
Uebervölkerung auf die beschäftigten Arbeiter begreift der Verfasser de® 
„Essay on Trade and Commerce“ mit seinem gewohnten unfehlbaren Bow“ 
geoisinstinkt. „Eine andere Ursache der Faulenzerei (idleness) in diese” 
Königreich ist der Mangel einer hinreichenden Anzahl arbeitender Händ®e- 
So oft durch irgendeine ungewöhnliche Nachfrage für Fabrikate die Arbeits 
masse ungenügend wird, fühlen die Arbeiter ihre eigene Wichtigkeit ur 
wollen sie ihren Meistern ebenfalls fühlbar machen; es ist erstaunlich ; abe! 
30 verderbt ist die Gesinnung dieser Kerle, daß in solchen Fällen Gruppe 
von Arbeitern sich zusammengetan haben, um ihre Meister dadurch in Ver 
legenheit zu setzen, daß sie einen ganzen Tag durch faulenzen.“ („An Essay 
on Trade and Commerce, London 1770“, p. 27, 28.) Die Kerle verlangte» 
nämlich Lohnerhöhung,
	        

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Der Produktionsprozeß Des Kapitals. J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H., 1928.
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