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Lexikon der Handelsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
834011689
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85682
Document type:
Monograph
Author:
Jung, Karl Emil http://d-nb.info/gnd/117659711
Title:
Lexikon der Handelsgeographie
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verl. des Bibliogr. Inst.
Year of publication:
1882
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 563 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

266 
Italien (Kreditwesen, 
den höchsten Ertrag liefert die Lombardei. 
Die Abgabe vom Mobiliarbesitz ist eine 
Nachahmung der englischen Income tax 
und im eigentlichen Sinn eine Einkom 
mensteuer. Die Mahlsteuer wurde 1869 
eingeführt; sie wird geschätzt nach den Um 
drehungen der Mühlräder. Das Tabaks 
monopol ist an eine Gesellschaft verpachtet. 
Die Staatsschuld betrug I860: 
1950 Mill. Mk.; innerhalb zehn Jahren 
war dieselbe auf 6629 Mill. Mk. ange 
wachsen. Neuerdings stieg sie bis ans 8 
Milliarden. Während 1861 die Kosteil 
der öffentlichen Schuld nur 19,i Proz. des 
Staatseinkommens ausmachten, betrugen 
dieselben 1880 schon 31,4 Proz. Am I. 
Jan. 1880 waren die Hanptposten fol 
gende (in Millionen Mark): 
Konsolidierte Schuld 314,o 
Ewiae Rente des päpstlichen Stuhls . 2,5 
Besonders eingetragene Schuld . . . 30,a 
Verschiedene Schulden 36,8 
Schwebende Schuld 11,4 
Die besonders eingetragene Schuld besteht 
aus den übernommenen Schulden von 
Sardinien, Toscana, Lombardei und Ve- 
netien, Modena, Parma, Rom imb der 
zum großen Teil aus Eisenbahnanleihen 
bestehenden Schuld des Königreichs I. 
Für die Amortisation waren 1880: 4,7 
Mill. Mk. ausgesetzt. Unter der schweben 
den Schuld figurieren für 6,9 Mill. Mk. 
Schatzscheine, wozu noch die Bankbillete 
der Italienischen Nationalbank (s. unten) 
kommen. Nach den Gesetzen von 1866 und 
1867 wurden 52,192 Kirchengüter mit 
einem Kapitalwert von 636',8 Mill. Mk. 
eingezogen, welche ein Jahreserträgnis von 
24,7 Mill. Mk. geliefert hatten. Nur 15,675 
dieser Güter mit 12,1 Mill. Mk. Ertrag 
wurden nicht veräußert. Wirklich gelöst 
wurden 31. Dez. 1876: 340,7 Mill. Mk. 
— Die Provinzial- und Gemeinde 
schulden betrugen 31. Dez. 1877: die 
cistern 40,9 Mill., die letzter» 565,6 Mill. 
Mk. Am stärksten waren belastet: Flo 
renz, das 1878 mit 116 Mill. Mk. Schul 
den seine Zahlungen einstellte, Neapel 
(1876) mit 55,7, Mailand mit 46,6, Rom 
mit 33.9, Genua mit 23,1 Mill. Mk. rc. 
Kreditwesen. Es bestanden 1879: 
102Banken, darunter 7 fürNotenans- 
Geld, Maße, Gewichte). 
gäbe, ferner 221 Kreditinstitute und 
Volksbanken. — Ende 1879 war der 
Stand der Staatsbank und der sechs zur 
Emission berechtigten Banken folgender: 
Notenumlauf 1395,3 M. Alk., Geschäfts- 
nmsatz1689.6Mill.Mf. Die Nationalbank 
des Königreichs (Kapital: 160 Mill.Mk ) 
steht unter staatlicher Kontrolle. Die No 
ten bestehen in Stücken zu 1, 2, 5,10,20, 
25. 40, 50,100, 250, 500 und 1000 Lire. 
Mit den andern obengenannten Banken 
wurde sie 1874 zu einem Konsortium ver 
einigt, welches dem Staat 1000 Mill. Lire 
Noten (Konsortialnoten) zu liefern hat. 
Für diese Noten herrscht Zwangsumlanf. 
Außerdem dürfen die Banken eigne Noten 
emittieren, deren Betrag nach Dekret vom 
Dezember 1874: 575Mill.Mk.nicht über 
steigen soll. Danach dürfen auch Kon- 
sortialnoten zu 50 Centesimi ausgegeben 
werden. Doch verpflichtete sich I. durch 
Vertrag vom 5. Nov. 1878, abgcschlos 
sen zwischen den Staaten der lateinischen 
Münzkonvention, seine auf weniger als 
5 Lire lautenden Noten aus dem llmlanf 
zu ziehen. Außer den sieben Bankinstitu 
ten emittieren die VolksbankenScheine; sic 
dürfen für 24 Mill. Mk. anfertigen lassen 
und davon für 18 Mill. Mk. ausgeben. 
Von den Noten der agrarischen Banken 
dürfen für 3,3 Mill. Mk. ausgegeben wer- 
den. — Von Aktiengesellschaften be 
standen 1878: 560 italienische Gesellschaf 
ten mit 1182 Mill. Mk. und 55 auslän 
dische mit 403 Mill. Mk. Kapital. — Die 
Zahl derS parkassen Ende 1879 war 358 
mit einem eingezahlten Kapital von 545,4 
Mill. Mk. Im Jahr 1876 wurden die 
Postsparkassen errichtet, von denen cS 
Ende 1879 bereits 3259 gab. Die An 
zahl der Sparkassenbücher betrug 238,240 
mit einem Guthaben ron 20,5 Mill. Mk., 
dazn221Volkssparbanken und deren Agen 
turen mit 158,740 Eiilkegern und 125,9 
Mill. Mk. Einlagen, so daß sich die Zahl der 
Sparkässcnanstalten auf 3838, dieSnmme 
der Einlagen auf 671,9 Mill. Mk. belief. 
Geld, Maße und Gewichte. I. ge 
hört zum lateinischen Münzbund (s- 
Frankreich, S. 202); die Lira ist gleich 
dem französischen Frank. Die Maße intb 
Gewichte sind die französischen metrischen.
	        

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Study Week on the Econometric Approach to Development Planning. North-Holland Publ. Co. [u.a.], 1965.
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