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Lexikon der Handelsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
834011689
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85682
Document type:
Monograph
Author:
Jung, Karl Emil http://d-nb.info/gnd/117659711
Title:
Lexikon der Handelsgeographie
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verl. des Bibliogr. Inst.
Year of publication:
1882
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 563 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

Norwegen (Viehzucht, Fischfang). 
349 
offiziellen Landwirtschaftsstatistik nimmt 
inan den Wert von 4 Renntieren gleich 
I Rind und von 8 gleich 1 Pferd an. Der 
Viehstand Norwegens ist ein relativ be 
deutender; 1875 kamen auf 1000 Bewoh 
ner 562 Rinder, 933 Schafe, 56 Schweine. 
Die Rinder sind aber klein, daher und auch 
infolge der schlechten Ernährungsverhält 
nisse ist die Einfuhr von Vieh ziemlich 
stark. Der Viehhandel 1877 zeigte in: 
Einfuhr Ausfuhr 
Rinder 7054 110 
Schafe und Ziege». 2091 8 
Schweine .... 13600 — 
1878 betrug der Wert der Einfuhr von le 
benden Tieren 983,920 Mk., der Ausfuhr 
57,680Mk.; davon entfielen auf Hamburg 
bei der Einfuhr 3024, bei der Ausfuhr 5264 
Mk. Zu dieser Mehreinfuhr au lebendem 
Vieh kommt noch eine solche von Fleisch, 
Speck u. a., die sich 1877 auf 7,004,000 
Mk. bezifferte, während die Ausfuhr nur 
225,000 Mk. wertete. 1878 betrug der 
Wert der Einfuhr (in Millionen Mark): 
Überhaupt Aus Deutschland 
Fleisch und Speck . 5,2 0,4» 
Butter 4,8 l,so 
Andre Eßwaren von 
Tieren .... 1,5 0,23 
Zusammen: 11,5 1,98 
Dabei wurden 1878 nur für 1,6 Mill. Mk. 
tierische Eßwaren exportiert. Au der Ge 
samteinfuhr, welche 1878 ohne Abzug der 
Ausfuhr den Wert von 74,o Mill. Mk. 
erreichte, partizipierte Deutschland mit 
27,78 gm. 
Der Fischfang nimmt unter allen 
Erwerbszweigen der norwegischen Be 
völkerung die erste Stelle ein, nicht nur, 
weil die Bewohner der Nord - und West 
küste sich ausschließlich mit ihm beschäfti 
gen und seine Erträge für die Ernährung 
der gesamten Bevölkerung von der höchsten 
Bedeutung sind, sondern auch, tveil derselbe 
die bedeutendste Quelle des Nationalein 
kommens bildet. Die Dorsch- (Kabeljau-) 
Fischerei wird an den Lofoten von Ende 
Januar bis Anfang April betrieben; der 
Fischwird entweder durch Dörren in freier 
Luft zu Stockfisch (Törsisk) oder durch 
Salzen (wozu man graues Seesalz aus 
Frankreich, Spanien und Portugal ver 
wendet) zu Klippfisch bereitet. Die Leber 
liefert Thran (1879 für 1,462 Mill. Mk.), 
Kopf nndEingeweide den Fischgnano (1879 
für 1,913 Mill. Mk.). Der Heringsfang 
dauert das ganze Jahr; man unterscheidet 
Frühjahrs-,Fett-(Sommer-) und Großhe 
ringsfang. Der letzte dauert von November 
bis Anfang Januar. Andre Fische sind: 
Makrelen, Lachs, ferner Hummer. Im 
Durchschnitt von 1876—78 waren die 
Mengen der gefangenen Fische folgende: 
Dorsch 49,2 Mill. Stück 
Fetthcring . . . . 486000 Hcktol. 
Kleinere Sorten. . 107000 
Frühjahrshering. . 146000 
Mischungshering. . 22000 
Großhering . . . 232000 
Makrele 6,3 Mill. Stück 
Lachs 388000 Kilogr. 
Hummer . . . . 1073000 Stück 
Leber 146000 Hektol. 
Rogen 52000 
Fischköpfe .... 21,2 Mill. Stück 
1879 stieg der Dorschfang auf 61,450,000 
Stück. Im Durchschnitt von 1869—78 
betrug der Wert der Gesamtausfnhr von 
Fischen und Fischereiprodukten 47,i Mill. 
Mk., darunter: 
Dorsche und Produkte davon. 27,7 
Heringe 17,4 
Andre Fische 2,o 
Im Jahr 1878, dessen Ertrag sehr be 
deutend gegen das Vorjahr zurückblieb, 
gelangten folgende Fischmaren zur Aus 
fuhr (Wert in Millionen Mark) : 
Frische Fische . 0,98 Andre Fische . l,u 
Stockfisch . . 5,49 Fischrogen . . 1,79 
Klippfisch . . 16,14 Fischguano. . l,ia 
Hering . . .11,21 Thran . . . 6,iß 
Hummer - - 0,48 Zusammen: 44,¿7 
Von dieser Ausfuhr nimmt Deutschland 
alö stärkster Konsument 23,3 Proz. und 
zwar davon dem Wert nach 59 Proz. He 
ringe, 29,2 Proz. Thran; Spanien bezieht 
19 Proz. und zwar fast ausschließlich 
Klippfische, demnächst kommen Schweden 
und Rußland mit 19. resp. 13,2 Proz. 
und in absteigender Folge Italien, Öster 
reich, Niederlande, England, Frankreich. 
Dänemark, Wcstindicn, Portugal, Bel 
gien, Brasilien und die La Plata-Staaten 
Unter den norwegischen Häfen steht Ber-
	        

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Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
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