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Lexikon der Handelsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
834011689
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85682
Document type:
Monograph
Author:
Jung, Karl Emil http://d-nb.info/gnd/117659711
Title:
Lexikon der Handelsgeographie
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verl. des Bibliogr. Inst.
Year of publication:
1882
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 563 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

535 
Wosnessensk — 
merzbank; Transportées. Nadcshda. Han 
del mit Getreide, Zucker,Sonnenblumenöl. 
WoSnessenvk (Jwanowo-W.), Fa 
brikstadt im rnss. Gouvernement Wladi 
mir, amUwod,das »russische Manchester« ; 
(1873) 3289 Einw., dazil 15,000 nicht an 
sässige Fabrikarbeiter. Es bestauben 1879 : 
35 Kattundruckercien, 8 Bleichereien, 6 
Vaumwollwcbcreieu, Eiscngiesterelcu, che 
mische Fabriken x. In allen Fabriken ar 
beiten 130 Dampfkessel mit 45i5 Pferde 
kräften. 103 Dampfmaschinen nut 1433 
Pferdekräften, 71 Druckmaschinen, 22,2o0 
Spindeln, 2692 Webstnhle. Als Brenn 
material wird mir Hol) (jährlich 400,000 
cbm zu 32 Mk.) verbraucht. Die Kattun 
fabriken produzieren 2—3 Mill. Stück im 
Wert von 75—90 Mill. Mk. An Kaliko 
(Mitkall) werdeil 1,2 Mill. Stuck im Wert 
von 20,8 Mill. Mk. gewebt. Garn wird 
bis 690,000 kg versponnen. In den Gieße 
reien werden 1,804,000 kg Eisen gegossen, 
Dampfkessel im Wert von 1,040,000 Mk. 
werden angefertigt, ferner Maschinen für 
Webereien, Spinnereien, Druckereien. — 
Großer Jahrmarkt 14. (26.) Sept. 
Wuhu, chines. Traktatshafen in der 
Provinz Nganhwui, am Jantsekiang und 
durch schiffbare Kanäle mit dem Thee er 
zengenden Hinterland verbunden; 40,000 
Einw. Seczollamt. Der Wertbetrag deö 
Handels mittelst fremder Schiffe betrug 
1879: die fremde Nettoeinfuhr 13,» Milt., 
die einheimische 3,6 Mill., die Ausfuhr 3,8 
Mill. Mk. 1879 verkehrten hier 1363 
Schiffe (1248 Dampfer) von 1,215,833 
Ton., davon 12 deutsche von 1482 T. 
Württemberg, Königreich in Süd 
deutschland, der Größe nach der dritte, 
der Einwohnerzahl nach der vierte der 
deutschen Bundesstaaten. Als Exklaven 
liegen im Badischen und Hohenzollern je 
fünf Ortschaften. Der Flächeninhalt ist 
19,503,7 qkm (354,28 QM.) mit (isso) 
1,970,132 Einw. gegen 1875:1,881,505 
Einw. Unter den 1,818,539 Einw. von 
1871 gab es: 1,248,860 Protestanten, 
553,542 Katholiken, 12,245 Inden. ES 
wanderten 1879 ans 1970 Personen. —- 
Produktion. Von dem Gcsamtareal 
sind 46 Proz. Äcker und Gärten, 18Proz. 
Wiesen und Weiden, 31 Proz. Wald. 
Württemberg. 
Hauptkultnr ist Spelz, dann Hafer, 
weniger Gerste, Kartoffeln, Roggen und 
Weizen. Getreide wird regelmäßig ausge 
führt, namentlich in die Schweiz und Vor 
arlberg, aber auch eingeführt aus Bayern, 
Ungarn, Nilßland, Amerika. Bedeutend 
ist der Hopfeubau, dem 1878:64521m ge 
widmet waren; auch Hanf, Flachs und Ol- 
saaten werden ansehnlich kultiviert , des 
gleichen der Gemüse- und vornehmlich der 
Obstbau (vgl. über letzter» Deutschland, 
S. 129); Weinberge gab es 1878: 23,366 
lin, und der durchschnittliche Ertragbeläuft 
sich auf 435,000 hl. Die Waldungen, 
590,943 Im, liefern bedeutende Mengen 
von Ban-und Nutzholz, Rinde, Samen re. 
in den Handel. — Die Viehz äh lung von 
1873 ergab: 96.970 Pferde, 946,228 Rin 
der, 577,290 Schafe, 267,350 Schweine. 
Hundczüchtung wird in Leonberg und 
Stuttgart mit Erfolg betrieben. — Der 
Bergbau lieferte 1879:5796Ton.Eisen- 
crze,' die Salinen zu Hall, Fricdrichs- 
hall, Wilhelmshall und Sulz 28,621 T. 
Kochsalz im Wert von 857,147 Mk. In 
drei Eisenhütten wurden 2020 T. Roh 
eisen rc. erzeugt und 5868 T. (1,487,233 
Mk.)Gnßwarcn zweiter Schmelzung nebst 
1320 T. (711,440 Mk.) Schmiedeeisen und 
Stahl und 178 T.Flußeisenfabrikaten. — 
Industrie. Nach der Gewerbczählung 
von 1875 gab es 148,679 Hauptbetriebe 
mit 286,859 beschäftigten Personen ; 1879 
gab cö 1194 feststehende Dampfkessel. Zur 
Förderung der Gewerbe und Industrie 
besteht in Stuttgart die Centralstclle für 
Gewerbe und Handel. Die Industrie ist 
eine außerordentlich vielseitige und ar 
beitet stark für den Export; als Verlags 
platz nimmt Stuttgart im S. die Stellung 
ein, die Leipzig für Norddcutschland bean 
sprucht. — M ä r k t c. Flachsmärkte werden 
ju Kalw, Welzheim, Tübingen und JSny, 
Weltmärkte zu Kirchheim, Heilbronn, 
Ulm, Tuttlingen, Stuttgart und Ellwan- 
gen gehalten. — Hauptspeditions- 
plätze sind: Heilbronn, Stuttgart, Fried 
richshafen, Ulm. — Die direkte Ausfuhr 
Württembergs nach den Vereinigten Staa 
ten wird für 1879 auf 11,331,642 Mk. an 
gegeben. Die wichtigstenErportartikel sind: 
Korsette, getrocknetes Obst und Nüsse, Far-
	        

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Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
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