Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Lexikon der Handelsgeographie

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
834011689
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85682
Document type:
Monograph
Author:
Jung, Karl Emil http://d-nb.info/gnd/117659711
Title:
Lexikon der Handelsgeographie
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verl. des Bibliogr. Inst.
Year of publication:
1882
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 563 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

I 
■ -J, 
46 Belgien (Urproduktion: Wald, Fischerei, Bergbau). 
weitere wichtige Produkte der Viehzucht 
sind uoch Käse, Butter, Eier, Häute zu 
nennen; davon wurden 1878 
eingeführt ausgeführt 
Käse. . . Kilogr. 3,6« Milt. 0,io Mill. 
Butter . . - 5,07 - 5,49 - 
Häute . . - 32,50 - 25,20 - 
Eier. . . Stück 124,33 - 53,98 - 
Hiernach überwiegt nur der Export von 
Butter, während in jeder andern Beziehung 
die Abhängigkcitvom Auslaitd hervortritt. 
—Ein Bestand von 586,000 Schafen kann 
der einheimischen Industrie nicht das ge- 
nügendeMaterial liefern. Man schätzt die 
jährliche Wollproduttion Belgiens auf ca. 
4 Mill. Zollpfuud. Die Fabrikatioil von 
wolleneu"Stössen (für Tuche besonders in 
Berviers und Umgebung, für Kammgarn 
und gemischte Stoffe namentlich iit Brüssel 
und Umgebung zu Hallse) arbeitet für die 
Ausfuhr in umfangreichem Maß. Dazu 
werden große Mengen überseeischer Wol 
len, vornehmlich aus den La Plata-Staa- 
ten, bezogen. Große Partiell gehen auch 
auf beni Weg der Durchfuhr in deutsche 
Fabrikeil. Im Specialhandel betrug 1878 
die Einfuhr 46,5, die Ausfuhr 1,9 Mill. 
Kilogr., wobei uiau den Einfuhrwert auf 
115,3Mill.Mk.berechnete. DieseSummc. 
welche B. für den ausländischen Rohstoff 
zahlte, wird indes zlllu Teil gedeckt durch 
den erheblichen Überschuß der Ausfuhr 
von Wollfabrikateu, denn es war 1878 
der Wert (in Millionen Mark): 
Wollgarn . . Einfuhr 8,7 Ausfuhr 54,0 
Wollgewcbe . - 16,6 - 31,1 
Übrigens stand sowohl die Ausfuhr als 
die Einfuhr von Wollgeweben in frühern 
Jahren etwas höher. 
Waldknltur. Auf das Forstareal 
entfällt etwa der siebente Teil des Landes, 
und der Südosteu ist besonders gut bewal 
det, doch importiert B. sowohl an Bauholz 
als auch an Gerbriude sehr ansehnlich: es 
betrug 1879 der Wert der Einfuhr von 
Bauholz, von dem nur sehr unbedeutende 
Mengen zur Ausfuhr kamen, 33,3 Mill. 
Mk.; von Gerbriude lvurden 24,9 Mill, 
kg ein- und 1b,i6 Mill, kg ausgeführt. 
Aber auch hier tritt die Industrie export 
fähig auf, indem sie Holzwarcn im Wert 
von 4,8 Mill. Mk. ausführte, während 
für nicht ganz 1,2 Mill. Mk. vom Aus 
land importiert wurden. 
Die Seefischerei wird nicht mehr im 
frühern Umfang betrieben. Die Zahl der 
Ausrüstungen zum Stockfischfang stieg 
1846—71 von 126 nach und nach auf 
282, um bis 1878 wieder auf 138 zu fal 
len. DerErtrag erreichte seine höchste Ziffer 
1856 mit 3,14 Mill, kg, belief sich' aber 
1878 nur auf 1,6 Mill. kg. Der Ertrag 
der Kleinen Heriugsfischerei, welche 1878 
von 40 Booten betrieben wurde, hatte 
nur einen Wert von 44,000 Mk. (1877: 
130,400 Mk.). Zum Fang frischer See 
fische fanden 281 Ausrüstungen statt, 
welche einen Ertrag von 2,i Mill. Mt. 
brachten. Der Bestand der Fischerboote 
war im ganzen 281 mit einem Gehalt von 
9132 Ton. und 1584 Mann Besatzung; 
von dem Gesamttonnengehalt entfielen auf 
Ostende allein 6314 T., Blankenberghe 
1020 T. DaS Resultat ist ein wenig gün 
stiges für B., denn es mußte für seinen 
Bedarf 31,516,000 kg importieren, wäh 
rend es nur 3,209,000 kg ausführte. 
Der Mineralreichtum Belgiens ist 
bedeutend; Eisen, Blei, Schwefelkies und 
Kohle sind die Hanptprodukte des Landes. 
Mit Rücksicht auf seinen Flächeninhalt ist 
es hierin eins der bevorzugtesten Länder 
der Erde; auch greift die Ausbeutung, Eng 
land allein ausgenommen, auf die früheste 
Epoche zurück. Das Steinkohlenge 
biet umfaßt 11,700 qkm. Das Lager 
erstreckt sich von W. nach O. fast durch 
das ganze Land und wird durch den Sam 
sonfluß in eine östliche und eine tvestliche 
Hälfte geschieden. Aber die im allgemei 
nen nur mittelmäßige Mächtigkeit der 
Kohlenadern und die zahlreichen Verwer 
fungen derselben bieten dem Kohlenberg 
bau große Schwierigkeiten. Auch zeigen die 
Kohlen in ihren Eigenschaften erhebliche 
Verschiedenheiten. Die gesamte Jahres 
produktion, nach Qualitäten eingeteilt, er 
gibt folgendes Prozentverhältnis: Ma 
gerkohle' 12, Halbfettkohle 45, Fettkohle 
27, Flammkohle 16 Pro;. Die Produk 
tion nimmt von Jahr zu Jahr zu. Zwar 
waren 1878 nur 81,032 Grubenarbeiter 
beschäftigt (gegen 101,343 in 1877); aber 
die Zahl der Gruben stieg von 295 auf 300,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.