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Lexikon der Handelsgeographie

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Bibliographic data

fullscreen: Lexikon der Handelsgeographie

Monograph

Identifikator:
834011689
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85682
Document type:
Monograph
Author:
Jung, Karl Emil http://d-nb.info/gnd/117659711
Title:
Lexikon der Handelsgeographie
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verl. des Bibliogr. Inst.
Year of publication:
1882
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 563 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Lexikon der Handelsgeographie
  • Title page
  • Contents

Full text

50 
Belgien (Verkehr, Finanzen :c.). 
Brrkrhrswese». 
DieLandstraßen hatten 1876cineLänge 
von 8050km, davon 6210 durch den Staat, 
1440 durch die Provinzen hergestellt, der 
Rest konzessioniert. Die Länge der vorn 
Staat auf Flüssen und Kanälen unterhal 
tenen Wasserstraßen war 1438 km.—Die 
Länge der Eisenbahnen betrug 1. Jan. 
1880: 4012 km, davon 2662 km Staats- 
nnd 1350 km Privatbahnen; die Zahl 
der Stationen belief sich 1879 auf 478; 
die Betriebsresultate waren 1878: 
An diesenl Verkehr partizipierte die eng 
lische Flagge in folgender Weise: Schisse 
49,5 Proz., Tonnengehalt 62,5 Proz., La 
dung 62 Proz.; die belgische Flagge: 
Schiffe 15,5 Proz., Tonnengehalt 7,i 
Proz., Ladung 6,9 Proz. — Deutsche 
Konsulate bestehen in: Antwerpen, 
Brüssel, Gent, Lüttich, Ostende, Roulers. 
Finanze» re. 
Die Einnahmen Belgiens haben sich 
seit 30 Jahren mehr als verdoppelt. Wäh 
rend 1854 die direkten Steuern etwa 25 
Einnahme .... 75,3 Mil!. Mk. 
Ausgabe 44,3 - - 
DaS Anlagekapital für die Staatsbah 
nen, 1877 um 79'/2Mill. Frank gewach 
sen , belief sich auf 589 Mill. Fr. — In 
638 Postbüreaus wurden 1879 beför 
dert: 85,747,601 Privatbriefe, 10,841,141 
dienstliche Korrespondenzen, 69,712,000 
Zeitungen und 28,041,000 Stück Druck 
sachen. Die Einnahmen beliefen sich 1878 
auf 8,2 Mill. Mk., die Ausgaben auf 5,i 
Mill. Mk. — Die Länge der Telegra 
phenlinien betrug 1. Jan. 1880 : 5410 
km, der Drähte 23,572 km, außerdem 
1065 km Eiseubahutelegraphendrähte; in 
708 Telegraphenämtern wurden 1879 be 
fördert: 3,242,615 Privat- und 1,882,261 
Dienstdepeschen. 1879 beliefen sich die 
Einnahmen auf 1,841,818, die Ausgaben 
auf 2,205,257 9Rf. 
DieHandelsflotte bestand 1878 aus 
58 Schiffen von 60,708 Ton. , davon 34 
Dampfer von 50,389 T. Nicht die Zahl, 
wohl aber die Tragfähigkeit der Schiffe war 
unausgesetzt gestiegen : 1847 betrugdicselbe 
143 Schiffe von 27,176 T. Die bei wei 
tem größte Zahl der Schiffe gehört dem 
Hafen von Antwerpen an (1878:48 von 
58,238 T.), demnächst Ostende (5 Schiffe 
von 1597T.), Gent (3 Schiffe von555T.) 
und Brüssel (2 Schiffe von 318 T.). — 
Der Schiffsverkehr konzentriert sich 
namentlich in den beiden Haupthäfen des 
Landes: Antwerpen und Ostende (s. d.). 
1878 liefen in allen Häfen 
aus, 
Schiffe 
6505 
6326 
Tonimi 
3184747 
3124796 
Davon 
Dampfer 
4143 
4119 
Tonnen 
2447820 
2414468 
Proz., die indirekten 28 Proz. der Ein 
nahmen betrugen, sanken 1878 jene auf 
17 und stiegen letztere auf 49 Proz. Die 
Staatsschuld, 1831 durch Übernahme von 
176 Mill. Mk. aus der holländischen 
entstanden, belief sich 1. Aug. 1880 
auf 1393 Mill. Mk. und absorbiert jetzt 
jährlich 29 Proz. der Einkünfte. Der 
Staatshaushalt 1880 bezifferte die Ein 
nahmen mit 218,8 Mill. Mk., die Aus 
gaben mit 223 Mill. Mk. Unter den 
direkten Steuern sind die Hauptposten: 
die Grundsteuer 17,971,600, die Pcrso- 
nalsteuer 12,446,400, die Gewerbesteuer 
4,596,000 Mk. ; unter den Einnahmen der 
Verkehrsanstalten die für Eisenbahnen, 
immM) 79,2 3RiH. m. Sic Gimam*: 
gölte smb auf 14,986,000 SRI., bic Slbgabc 
von inländischem Branntwein auf 13,5 
Mill. Mk. festgesetzt. Die Budgets der 
letzten Jahre haben stets Defizits aufzu 
weisen gehabt. Nach beni Gesetz von 
1860 kommen den Gemeinden als Ersatz 
für Aufhebung des städtischen Oktroi 75 
Proz. vom Kasfcezoll, 35 Proz. von Wein, 
Branntwein, Bier und Essig, ferner ein 
Anteil an den Zöllen für Zucker und an 
den Posteinnahmen zu. Die Totalein- 
nahmen betrugen 1879: 64Mill. Mk.; da 
von Anteil des Staats 44,6, der Gemein 
den 19,4 Mill. Mk. 
Staatsschuld. Außer dem bei Er 
langung der Selbständigkeit übernomme- 
nen Betrag schließt die Schuld Summen 
für produktive Zwecke, Herstellung von 
Eisenbahnen, Straßen und Kanälen, in 
sich. Am 1. Mai 1879 war der Bestand 
der Schuld 1254,4 Mill. Mk. 
Kredit- und Geldwesen. Es be 
stehen im ganzen über 40 Banken und
	        

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Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
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