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Zur Erneuerung des deutschen Bankgesetzes

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Erneuerung des deutschen Bankgesetzes

Monograph

Identifikator:
834086425
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-82719
Document type:
Monograph
Author:
Helfferich, Karl http://d-nb.info/gnd/118773828
Title:
Zur Erneuerung des deutschen Bankgesetzes
Edition:
Sonderabdruck
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1899
Scope:
1 Online-Ressource (XI, 135 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Zur Erneuerung des deutschen Bankgesetzes
  • Title page
  • Contents

Full text

26 
zurückgreifen können, solange sie dadurch jede Verletzung von 
Deckuugsvorschriften und jede Überschreitung ihrer steuerfreien Kon 
tingente vermeiden können, sind sie im stände, stets bis hart an die 
Grenze zu gehen. 
Daß sie das thun, daraus kann man den Privatnotenbanken 
keinen Vorwurf machen, so wenig wie den Privatdiskonteuren, wenn 
sie ihre Mittel durch einen niedrigeren Diskontsatz so vollständig wie 
möglich auszunutzen suchen. 
Dagegen ist freilich nicht zu verkennen, daß die Centralisation 
der deutschen Bankverfassung bei den gegenwärtigen Verhältnissen 
durch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil für das deutsche Geld 
wesen ersauft ist. Der gesamte ungedeckte Notenumlauf der Privat 
notenbanken ist für das deutsche Geldwesen eine Belastung ohne Vor 
teil. Da er die dem Notenumlauf zukommenden wirtschaftlichen Funk 
tionell nicht erfüllt, da er vor allen: jeder Elastizität entbehrt, hat er 
den Charakter eines in festen Beträgen emittierten Papiergeldes an- 
genomnlen. Der Betrag, um welchen es sich handelt, ist keineswegs 
gering. Der ungedeckte Notenumlauf der Privatnotenbanken belief 
sich im Durchschnitt der letzten Jahre auf etwa 80 Millionen Mark. 
Im Durchschnitt der Periode 1891—95 war er größer als der un 
gedeckte Notenumlauf der Reichsbank. 
Der ungedeckte Notenumlauf der Privatnotenbanken verinehrt 
also ohne eine Gegeilleistung die fiktiven Zahlungsmittel im deutschen 
Geldumlauf. Wird dadurch schon an und für sich die Sicherheit 
des deutschen Geldwesens geschwächt, so geht noch ein besonderer 
Nachteil aus dem Verhältnis der Privatilotenbanken zur Reichsbank 
hervor. Die Reichsbank, welche allein die gesamten Schwankungen 
des deutschen Geldbedarfs zu trageil hat, wird zu einer überaus vor 
sichtigen Diskontpolitik genötigt. Denn je größer die Schwankungen 
des ungedeckten Noteilnmlaufs finb, desto größer sind die Abweichungen 
von feinem durchschnittlichen Stand; und je größer diese Abweichungen 
sind, desto schwächer wird der Status der Bailk in Zeiten einer 
starken Anspannung. Die Thatsache, daß die Reichsbank, auf welche 
durchschnittlich nicht viel mehr als die Hälfte des ungedeckten Noten 
umlaufs in Deutschland kommt, sich allein allen Schwankungen der 
Geldnachfrage anzupassen hat, nötigt die Reichsbank, ihren durch 
schnittlichen ungedeckten Notenumlauf möglichst niedrig zu halten. 
Das einzige Mittel zu diesem Zweck ist eine äußerst vorsichtige und 
peinliche Diskontpolitik. 
Dieser Zwang wird noch erhöht dadurch, daß für die Reichsbank
	        

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Zur Erneuerung Des Deutschen Bankgesetzes. Duncker & Humblot, 1899.
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