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Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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Bibliographic data

fullscreen: Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

Monograph

Identifikator:
834226952
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69893
Document type:
Monograph
Author:
Blume, Th. http://d-nb.info/gnd/172736765
Title:
Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Meyer
Year of publication:
1884
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 118 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage
  • Title page
  • Contents

Full text

schwisterten Selbstständigkeit würden sicherlich auch im Zuklmfts- 
staate die Bürger das Recht für. sich tu Anspruch nehmen, die ihnen 
zu Gebote stehenden Gcnußmittel selber, mit ihrer Familie oder mit 
Freunden zu verzehren oder auch sie in größeren Vorrüthen auf 
zuspeichern, wenn sie mehr Freude am Besitz als am Genuß haben; 
die Bürger werden es sich auch in Zukunft nicht nehmen lassen, 
mit ihren Mitteln ihren Kindern eine höhere Ausbildung zu ver 
schaffen oder ihren Haushalt und was damit zusammenhängt, ihr 
Familienleben und die Erziehung ihrer Kinder einzurichten, wie sie 
wollen; selbst das Recht, die Mittel zu verschenken und zu vererben, 
wird im Communestaat nicht aufgehoben werden können. 
Das Familicnerbrecht insbesondere ist eine durch den Indi 
vidualismus begründete sociale Institution, ein integrirendcr Be 
standtheil des gesellschaftlichen Organismus und kein Product des 
staatlichen Mechanismus. Das Erbrecht beseitigen wollen, heißt 
das Wesen der Gesellschaft und des Individuums nicht verstehen 
und die Societät zu einer staatlichen, beliebig veränderlichen Ein- 
richtung machen, während doch die Gesellschaft vor dem Staate 
war und dieser erst als ein Ergebniß derselben erscheint. Uebcr- 
haupt hat der Staat andere und wichtigere Aufgaben zu crfülíen, 
als das gefährliche Experiment der Untergrabung der gesellschaft 
lichen Fundamente zu wagen, auch der socialdemokratische ^taat 
könnte dies nur auf Gefahr seiner Existenz thun. Allerdings ist 
der Staat nach gewisser Richtung hin ein Mechanismus, welcher 
von Zeit zu Zeit abgeändert und umgestaltet wird, ohne daß da 
durch die Gesellschaft in ihrem Lebensnerve berührt wird. Umge 
kehrt dagegen bringen Umformungen der Gesellschaft, wie die oben ge 
kennzeichneten, jedesmal staatliche Umwälzungen hervor; nie aber wird 
es ohne den Untergang der Gesellschaft selbst gelingen, die Familie 
oder das Erbrecht gänzlich aufzuheben. — Und wie tief und voll 
ständig die Liebe zur Freiheit und Selbstständigkeit die Manschen 
zu durchdringen vernmg, erhellt u. A. recht deutlich daraus, daß 
so humanitäre Institute, als welche doch unzweifelhaft die Asyl-
	        

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Der Zukunftsstaat Und Die Lösung Der Socialen Frage. Meyer, 1884.
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