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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
834285843
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-29464
Document type:
Monograph
Author:
Rauer, Karl Friedrich http://d-nb.info/gnd/12122385X
Title:
Preußisches Landbuch
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 805 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

184 
heit der Abrechnenden schuldet oder von ihr zu fordern hat. Über diesen 
Saldo schreibt der bevollmächtigte Vertreter eine Anweisung aus — ein 
gelbes oder grünes Formular, je nachdem sich für seine Firma ein Kredit 
oder Debet-Saldo ergibt. Die Abrechnung stimmt, wenn die vom Leiter 
der Abrechnungsstelle summierten Beträge der Kredit- und Debet-Schecks 
gleiche Summen ergeben. Zeigt sich eine Differenz, so muß so lange 
gesucht werden, bis der oder die Fehler entdeckt sind. Ist die Abrechnung 
in Ordnung und festgestellt, daß die Abrechnenden die erforderlichen Gut 
haben bei der Reichsbank besitzen — reicht das Barguthaben nicht aus, so 
entnehmen die Banken den fehlenden Betrag auf Lombardschein bei der 
Reichsbank —, so unterzeichnet der Leiter der Abrechnungsstelle die von 
den Vertretern der Abrechnungsfirmen ausgeschriebenen Schecks und gibt 
sie dem Girokontor zur Buchung. 
An allen Plätzen, an denen Abrechnungsstellen bestehen sEnde 1936 
waren es 77), wird in ähnlicher Weise verfahren. Die 694 Teilnehmer dieser 
Abrechnungsstellen verrechneten 1936 45,6 Millionen Stück im Betrage 
von 61,7 Milliarden RM. 
Daneben besteht noch an einer Anzahl anderer Orte eine „Kleine Abrech 
nung der Reichsbank". Die betr. Reichsbankanstalt erhält Schecks von 
Banken und Sparkassen, die bei ihr ein Girokonto haben, stellt selbst einen Ab 
rechnungsbogen her, händigt die Papiere an die Bezogenen zu treuen Händen 
aus — die nicht zurückgelieferten Papiere gelten als eingelöst und bezahlt — 
und verrechnet schließlich die Beträge: Die Reichsbank schreibt den Einlieferern 
die eingereichten Papiere, abzüglich der Rücklieferungen, gut und belastet sie 
den bezogenen Banken. An Orten, an denen eine Abrechnungsstelle besteht, be 
zieht sich das geschilderte Platzeinziehungsverfahren auf solche 
Firmen, die der Abrechnung nicht angehören. 
In B e r l i n nimmt die Stelle der Kleinen Reichsbankabrechnung die Scheck 
abrechnung der Bank des Berliner Kassenvereins ein. Zur Zeit nehmen 
142 Mitglieder an ihr teil. Über die Einlieferung, die mit zwei summierten Ver- 
zeichnisscn durch Boten erfolgt, wird quittiert. Beamte des Kassenvereins ver- 
teilen die Schecks auf die bezogenen Kreditinstitute, fertigen für jedes dieser 
Kreditinstitute ein Verzeichnis an, saldieren Eingangs- und Ausgangsverzeichnis 
und erkennen oder belasten das Konto des betr. Kunden für seinen Saldo. Die 
Banken usw. lassen die auf sie ausgeschriebenen Schecks um 12 Uhr abholen. 
Reicht ihr Guthaben beim Kassenverein nicht aus, so müssen sie bis 13 Uhr 
Deckung schaffen. In dieser Mittags-Scheckabrechnung wurden im Jahre 1936 
737 000 Schecks im Betrage von 1,08 Milliarden RM verrechnet. 
Nach dem Muster des Londoner country-clearing wurde am 1. Juni 1910
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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