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Preußisches Landbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Preußisches Landbuch

Monograph

Identifikator:
834285843
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-29464
Document type:
Monograph
Author:
Rauer, Karl Friedrich http://d-nb.info/gnd/12122385X
Title:
Preußisches Landbuch
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 805 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Preußisches Landbuch
  • Title page

Full text

376 
Graf Königsdorff, 
f. v. L estwitzsche Stiftungen. 
Königsstcidtische Real-Schule zu Berlin. 
Das älteste städtische Institut dieser Art in Berlin, 1832 als höhere 
Stadtschule begründet, seit 1859 Real-Schule Istcr Ordnung; Schul 
geld 24 Thlr., Turngeld 1 Thlr. jährlich. Arme und fleißige Schüler 
erhalten Freistellen, deren Zahl jedoch 8 pCt. der Schülerzahl nicht 
übersteigen darf. Wenn drei oder uiehrere Geschwister gleichzeitig die 
Anstalt besuchen und die Verhältnisse der Eltern eine Erleichterung bei 
Zahlung des Schulgeldes rechtfertigen, kann dem dritten Bruder, resp. 
der dritten Schwester der ganz freie, den folgenden der halbfrcie Unter 
richt gewährt werden. Frei sind auch die Söhne und Töchter der bei 
der Anstalt festangestellten Lehrer. S. Peisker-Stiftung. 
Köppjohannsche Stiftung zu Berlin, 
von dem Schiffbaumeister Koppjohann (t 1792) für arme Wittwen 
und Waisen aus seiner und seiner t Gattin Familie, und für arme 
Wittwen und Waisen aus dem Bürgcrstande der Spandauer Vorstadt 
zu Berlin begründet. Die Einkünfte beliefen sich Ende 1823 auf 
2500 Thlr. Die beiden Prediger der Sophienkirche sind von dem 
Stifter mit der Geschäftsführung zunächst beauftragt und beziehen da 
für jeder eine Remuneration von 50 Thlr. Sie müssen das Vermögen 
der Stiftung verwalten, sich mit den Armen der Spandauer Vorstadt 
in nähere Verbindung nnd die Armen-Dircktion von den verliehenen 
Bewilligungen in Kenntniß setzen. Die Unterstützungen betragen für 
Verwandte des Stifters, Wittwen und Waisen jährlich 24 Thlr., für 
Bürger-Wittwen 10 Thlr. 
Köppe-Unruh-Pragersche Familien Stiftungen zu Tergan, 
von ursprünglich dreimal 1000 fl. Kapital, jetzt 5800 Thlr. ; die zur 
Familie gehörigen Bewerber müssen ihre Abstammung von den Stiftern 
(der verw. Bürgermeister Köppe, dem Dr. Prager und dem Bür 
germeister Unruhe jun.) nachweisen. Die Verwaltung der Stiftungen 
beruht bei dem Magistrat. 
Körnersche Armen Stiftnug, 
mit 12,000 Thlr. begründet, welche Johann Heinrich K örner zu Ols 
berg dem Armen-Fonds ber Kirchspiele Bigge und Assinghausen im 
Kreise Brilon legirte. Sie steht unter bischöflicher Verwaltung. 
Körner scheö Legat. 
Die Wittwe des Schöffen Jonas Körner, geb. Pulte zu Bigge 
(t 1842) vermachte den Armen des Kirchspiels Förde (Olpe) und zwar 
vorzugsweise den „Haus-Armen und ältesten Gutsbesitzern", (worunter 
die Armen, welche des Bettclns sich enthalten und die verarintcn ur 
sprünglichen Einsassen des Kirchspiels zu verstehen), 2000 Thlr., deren 
Zinsen alljährlich nach Bedürfniß vertheilt werden sollen. Die Verwal 
tung des Legats geschieht durch einen Vorstand, welchen der Pastor, 
der Vikarius und einzelne Familien-Mitglieder bilden.
	        

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