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Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Bibliographic data

thumbs: Die Zucker-Industrie auf Cuba

Monograph

Identifikator:
834298023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87504
Document type:
Monograph
Title:
Die Zucker-Industrie auf Cuba
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Kayssler
Year of publication:
1887
Scope:
1 Online-Ressource (115 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Zucker-Industrie auf Cuba
  • Title page

Full text

Speculation sich wieder lebhafter mit der Ausbeutung von Minen zu be 
schäftigen, wenn auch über wirklich schaffende Thätigkeit die Berichte nur 
flüchtige Mittheilungen bringen. Bei der Provinzial-Negierung von Sau 
Jago de Cuba — deren Bezirk allerdings für Bergbau der ergiebigste sein 
dürfte — wurden im Jahre 1881 allein 276 Miueneoncessioueu auf Gold, 
Eisen, Kupfer, Blei, Kohle, Magnesium, Graphit und Quecksilber ein 
getragen. Selbst wenn davon nur ein geringer Theil zur Ausführung ge 
bracht worden, so beweist es doch, daft man die Bodenbeschaffenheit des 
Landes für lohnenden Bergbau geeignet hält, und es ist bis zur Stunde 
durch nichts bewiesen, daß mineralische Schätze nicht in bauwürdiger Menge 
vorhanden sein sollten. Freilich sind die Verkehrsverhültuisse für derartige 
Unternehmungen noch überaus ungünstig: jede derselben müßte sich erst 
ihre eigenen Wege und wohl auch die Eisenbahn für die Abfuhr ihrer Pro 
dukte nach dem Hafen oder Stapelplatze schaffen. Nur bezüglich des wich- 
tigsten Materials, der Steinkohle, scheint mau die Hoffnung aufgeben 311 
müssen, daß auf der Insel selbst irgend welche ergiebige Fundstelle ermittelt 
werden könnte. 
Das Klima der Insel wird als ein vortreffliches geschildert. Die 
Seeluft uiildert die tropische Hitze und bewirkt eine größere Gleichmäßigkeit 
der Temperatur während des Jahres. Die Südostküste, nach Norden hin 
durch hohe Berge begrenzt, ist heißer als die Nordküste. Für Havana ivird 
die Durchschnittstemperatur auf 20 ", für Sau Jago de Cuba auf rund 22 u 
angegeben. Die Feuchtigkeit, welche die Seewinde dem Laude zuführen, 
trügt dazu bei, daß auch Landstriche mit weniger fruchtbarem Boden sich 
durch üppige Vegetation auszeichnen. Die gewöhnliche Regenzeit fällt in 
die Monate von Mitte Mai oder von Juni bis zum November, von dann 
bis zum Mai herrscht zumeist trockene Witterung vor. Die Jahresberichte 
über den Ausfall der Zuckerrohreruteu lassen jedoch erkennen, daß die Aus 
nahmen voir dieser Regel zahlreich sind. Im Innern des Landes auf den 
Höhen ist die Temperatur natürlich eine wesentlich andere und je nach der 
'Oertlichkeit verschieden. Eine ältere Mittheilung giebt die jährliche Regen 
menge auf durchschnittlich 44" spanisch mit einem Maximum von 50'/ 2 
und einem Minimum von 32'/ 2 " au, die Zahl der Regentage aus dnrch- 
schuittlich 102. Gewitter sollen in der Havana während des ganzen Jahres, 
mit Ausnahme der Monate December und Januar, nicht selten sein. Erd- 
erschütterungen kommen im östlichen Theile der Insel vor; solche mit ver 
heerender Wirkung sind seit langer Zeit nicht gemeldet worden. Vor den 
Einwirkungen des Meeres, welche auf den kleineren Antillen sich gewaltig 
zeigen, sind die Küsten Cubas zwar durch die Kette kleiner vorliegender 
Inseln zielnlich geschützt; aber häufig genug wird über verderbliche 
Orkane geklagt, welche mehr oder weniger große Theile der Insel heim- 
suchen, wenn auch nicht mit der verheerenden Gewalt wie die östlich von
	        

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Die Nationalökonomie in Frankreich. Verlag von Ferdinand Enke, 1910.
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