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Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Bibliographic data

fullscreen: Die Zucker-Industrie auf Cuba

Monograph

Identifikator:
834298023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87504
Document type:
Monograph
Title:
Die Zucker-Industrie auf Cuba
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Kayssler
Year of publication:
1887
Scope:
1 Online-Ressource (115 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Zucker-Industrie auf Cuba
  • Title page

Full text

12. Cienfuegos, im Südwesten der Insel, gegenüber der Halbinsel 
Aucatan, für den Verkehr nach Südamerika günstig gelegen, wurde 
erst tut Jahre 1817 gegründet durch den Obristlieutenant Clouet, 
welchen die Regierung mit der Schenkung eines Landstriches von 
100 Caballerins (etwa 1350 Hectare») belohnte; die dort von ihm 
gegründete Stadt vergrößerte sich sehr schnell und wurde von ihrem 
Gründer, der demnächst zum Gouverneur der Stadt und des Be 
zirkes ernannt wurde, nach dem damaligen spanischen Minister und 
früheren Geueral-Capitain von Cuba, Cien fuegos getauft. 
Andere kleinere Hafeuplätze können unerwähnt bleiben. Da die Land 
verbindung zwischen beit Küstenplätzen wegen der sehr schlechten Wege, zum 
Theil auch wegen der bergigen Gestaltung der Küsten, dem Verkehr nicht ge 
nügen konnte, so wurde derselbe früher fast ausschließlich durch Seeschiffe ver 
mittelt, und bedient sich auch heute noch versuchsweise kleiner Dampfer, 
namentlich zwischen den Häfen des Nordens und des Südwesteus. In 
dessen schon vor fünfzig Jahren begann mau seine Aufmerksamkeit auf den 
Eisenbahubau zu wenden. Um die Bedeutung solcher Neuerung zu ermessen, 
muß man die Höhe der Transportkosten auf den elenden, während eines 
großen Theiles des Jahres nicht fahrbaren Wegen im Innern kennen. 
Es wird aus beut Jahre 1830 berichtet, daß für den Transport aus dem 
Th al e vou Guines, welches etwa 12'/* deutsche Meilen südwestlich von 
Havana liegt, nach letzterem Platze die Kosten für die Fuhre Zucker auf 
25 % des Werthes, für eine Pipe Rum auf mehr als 50 % (nämlich 
10 Piaster), für Kaffee auf 12"/.,, für Tabak, je nach der Güte, auf 13 bis 
30 % des Werthes sich stellten. Der Ball der Eisenbahn von Havana nach 
Guines wurde deshalb von allen Seiten begünstigt, namentlich auch von 
den Grundbesitzern; sie wurde auf Kosten der Junta di fomento (Wohlfahrts 
ausschuß) vollendet und im Jahre 1842 au eine Gesellschaft verkauft. 
Demnächst wurde im Anschluß an diese Bahn ein Schienenweg west 
wärts über Sau Antonio nach Guauajai gebaut, ferner eine Fortsetzung 
iil gerader Richtung nach der Südküste bis Batabano, sowie eine Anschluß 
bahn in westlicher Richtung durch das Innere nach Pinos del Ilio, welches 
gegenwärtig Bezirksstadt für den westlichen Theil der Insel ist. Zur Zeit 
sind weiter noch folgende Schienenwege vorhanden: 
von Havana die Küste entlang nach Matanzas, von Matanzas 
südwärts zum Anschluß au die erwähnte Eisenbahn nach Guines 
und in südöstlicher Richtung zum Anschluß an die Fortsetzung 
dieser Bahn östlich von Guines; 
eine Bahn von Cardenas nach bem oben bezeichneten Anschlußorte, 
so daß zwischen den Häfen Matanzas und Cardenas auf diese 
Weise eine Verbindung hergestellt ist;
	        

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The Housing Question. George Allen & Unwin Ltd., 1922.
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