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Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Bibliographic data

fullscreen: Die Zucker-Industrie auf Cuba

Monograph

Identifikator:
834298023
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-87504
Document type:
Monograph
Title:
Die Zucker-Industrie auf Cuba
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Kayssler
Year of publication:
1887
Scope:
1 Online-Ressource (115 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Zucker-Industrie auf Cuba
  • Title page

Full text

68 
Die Frage, ob diese Angabe der Wirklichkeit entspricht, liegt um so 
näher, als danach zwischen dem theoretischen Zuckergehalte und der wirk 
lichen Ausbeute, soweit man letztere kennt, ein offenbares Mißverhältnis; 
besteht. Denn die meisten Nachrichten stimmen darin überein, daß bisher 
eine Ausbeute von 7% im Durchschnitt keine schlechte sei. Ist es nun in 
der That richtig, daß die übrigen 13 % als Fabrikationsverlust und als 
Brennmaterial in der Bagasse abgehen? Die Frage scheint für die Beur 
theilung der Zukunft um so dringender einer zutreffenden Beantwortung 
zu bedürfen, als event, mit fortschreitender Vervollkommnung der Arbeits 
weise sich der enorme Verlust sehr merkbar verringern würde, und anderer 
seits erleichterte Kohlenzufuhr und verbesserte Heizmethode zu der Erwägung 
führen müssen, ob es vortheilhaft ist, in der Bagasse etwa 8% Zucker zu 
verbrennen, um theuren anderen Brennstoff zu ersparen. Man nmß sich 
vergegenwärtigen, daß jedes Procent Mehrausbeute in Cuba eine Zucker 
menge von 80 000 Tonnen oder 1600000 Centnern bedeutet, wenn man 
die dortige Ernte auf nur 550 000 Tonnen jährlich mit 7 % Ausbeute 
schätzt. 
Hieraus ergiebt sich als eine der wichtigsten Aufgaben der Forschung; 
¿it etniütehi, iute gioì; bet Budet## beá Wtea in bet 3:# ist. 
Natürlich werden sich für die verschiedenen Erzengungsländer nicht geringe 
Verschiedenheiten ergeben. Voraussichtlich aber erhält man damit zugleich 
einen thatsächlichen Anhalt zur Erklärung dieser Verschiedenheiten. Sie 
werden ohne Zweifel auf Bodenbeschaffenheit, Klima, Behandlungsweise, 
Gattung des Rohres und ähnliche Momente zurückzuführen sein. Soweit 
es sich um Cuba handelt, fehlt es an Mittheilungen über das Ergebniß 
von Untersuchungen, welche von zuverlässigen Sachverständigen vorgenom 
men wurden. Die Erntezeit dauert dort fünf bis sechs Monate lang: es 
fehlt an Nachrichten, wie das Rohr am Anfang der Ernte und wie am 
Ende derselben sich verhält. Es würde von hohem Interesse sein, zu 
wissen, ob in früheren Jahren, als Cuba der Ruhe und des Friedens soivie 
einer gewissen Blüthe seiner Zuckerindustrie sich erfreute, das Rohr daselbst 
von besserer Beschaffenheit war als während und nach der Revolution. 
Und weiter wäre es von nicht minderem Interesse, das cubanische Rohr 
in seinem Verhalten mit dem Rohr anderer Länder zu vergleichen. In 
dessen vorläufig wird man auf solche Erwägungen verzichten müssen. 
In einer älteren Beschreibung der Insel aus dem Ende der 50er Jahre 
lvird erwähnt, daß, abgesehen vvn örtlichen Verschiedenheiten, das reife 
Rohr enthalte 18 bis 22% Zucker, 10% Holzfaser, 1% Salze und 71% 
Wasser. Eine nähere Begründung dieser Angaben fehlt: sie rührt ohne 
Zweifel von gelegentlichen Mittheilungen der Pflanzer her. Ein Bericht 
vom März 1885 aus der Havana bemerkt, man gewinne neuerdings zwar 
mehr Zucker dort aus dem Rohre als früher; allein trotz vortrefflicher,
	        

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Die Zucker-Industrie Auf Cuba. Kayssler, 1887.
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