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Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

Monograph

Identifikator:
83457490X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77841
Document type:
Monograph
Author:
Dühring, Eugen http://d-nb.info/gnd/118527797
Title:
Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
Edition:
2., theilw. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Grieben
Year of publication:
1875
Scope:
1 Online-Ressource (XII, [1] Bl., 595 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
  • Title page
  • Contents

Full text

126 
Zweiter Abschnitt 
sehr verschiedene Stufen des gesellschaftlichen Produktions 
prozesses. Dennoch genügt erfahrungsmäßig eine relativ schwach 
entwickelte Warenzirkulation zur Bildung aller dieser Formen 
Anders mit dem Kapital. Seine historischen Existenzbedingungen 
sind durchaus nicht da mit der Waren- und Geldzirkulation. Es ent 
steht nur, wo der Besitzer von Produktions- und Lebensmitteln den 
freien Arbeiter als Verkäufer seiner Arbeitskraft auf dem Mark: 
vorfindet, und diese eine historische Bedingung umschließt eine 
Weltgeschichte. Das Kapital kündigt daher von vornherein ein‘ 
Epoche des gesellschaftlichen Produktionsprozesses an.“ 
Diese eigentümliche Ware, die Arbeitskraft, ist nun näher zU 
betrachten. Gleich allen andern Waren besitzt sie einen Wert“ 
Wie wird er bestimmt? 
Der Wert der Arbeitskraft, gleich dem jeder andern Ware, is 
bestimmt durch die zur Produktion, also auch Reproduktion, dieses 
besonderen Artikels notwendige Arbeitszeit. Soweit sie Wert, re 
präsentiert die Arbeitskraft selbst nur ein bestimmtes Quantum ir 
ihr vergegenständlichter gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit. Die 
Arbeitskraft existiert nur als Anlage des lebendigen Individuums 
Ihre Produktion setzt also seine Existenz voraus. Die Existenz de‘ 
Individuums gegeben, besteht die Produktion der Arbeitskraft ir 
seiner eigenen Reproduktion oder Erhaltung. Zu seiner Erhalturf 
bedarf das lebendige Individuum einer gewissen Summe vor 
Lebensmitteln. Die zur Produktion der Arbeitskraft notwendig‘ 
Arbeitszeit löst sich also auf in die zur Produktion dieser Lebens 
mittel notwendige Arbeitszeit, oder der Wert der Arbeitskraft is 
der Wert der zur Erhaltung ihres Besitzers notwendigen Lebens 
mittel. Die Arbeitskraft verwirklicht sich jedoch nur durch ihrt 
Aeußerung, betätigt sich nur in der Arbeit. Durch ihre Betätigung 
lie Arbeit, wird aber ein bestimmtes Quantum von menschlichen 
Muskel, Nerv, Hirn usw. verausgabt, das wieder ersetzt werde! 
muß. Diese vermehrte Ausgabe bedingt eine vermehrte Einnahme.‘ 
Wenn der Eigentümer der Arbeitskraft heute gearbeitet hat, muß € 
denselben Prozeß morgen unter denselben Bedingungen von Kraf 
and Gesundheit wiederholen können. Die Summe der Lebensmitte 
+1 Was also die kapitalistische Epoche charakterisiert, ist, daß dit 
Arbeitskraft für den Arbeiter selbst die Form einer ihm gehörigen Ware 
seine Arbeit daher die Form der Lohnarbeit erhält, Anderseitg ver 
allgemeinert sich erst von diesem Augenblick die Warenform der Arbeit“ 
produkte. 
42 „Der Wert oder die Geltung eines Mannes ist, wie bei jedem ander? 
Ding, sein Preis, das heißt so viel, wie für den Gebrauch seiner Kraft g“ 
geben wird,“ (Th. Hobbes: „Leviathan“ in „Works ed. Molesworth. Londo® 
1839—44“, vol, 111, p. 76.) 
43 Der altrömische Villieus, als Wirtschafter an der Spitze der Acker 
bausklaven, empfing daher, „weil er leichtere Arbeit hat als die Knecht 
En es Maß als diese.“ (Th. Mommsen: „Römische Geschiche, 1850“ 
„. 810.)
	        

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Proposed New Customs Tariff. Printed under the authority of His Majesty’s Stationery Office by Darling and Son, Limited, 1914.
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