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Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

Monograph

Identifikator:
83457490X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77841
Document type:
Monograph
Author:
Dühring, Eugen http://d-nb.info/gnd/118527797
Title:
Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
Edition:
2., theilw. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Grieben
Year of publication:
1875
Scope:
1 Online-Ressource (XII, [1] Bl., 595 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Elftes Buch
  • Zwölftes Buch
  • Dreizehntes Buch

Full text

Kämpfe zwischen Papsttum und Kaisertum; goldene Bulle. 77 
verabscheute ihn als Verschwender und ausschließlichen Städte— 
freund; und mit dem Adel wirkte gegen ihn der mächtige Orden 
der Cisterzienser. Daneben erhoben Ansprüche: das Haus 
Habsburg, das Reich, und Elisabeth, eine jüngere, noch unver— 
mählte Schwester Wenzels III. 
Heinrichs Politik bei dieser Lage war gegeben. Er fand 
die Habsburger ab, indem er ihnen Mähren gegen 50000 Mark 
verpfändete. Er nahm die Bitten der Cechen, welche Elisabeth 
in den Vordergrund schoben, wohlwollend auf. Aber er ver— 
einigte sie mit seinen Interessen, indem er Elisabeth, schwerlich 
gegen deren Willen, mit seinem vierzehnjährigen Sohne Johann 
vermählte und diesem Böhmen als Reichslehen übertrug. Es 
waren Vorgänge, die sich rasch und glatt abspielten: ein 
glänzender Reichstag zu Speier sah am 830. August 1810 Be— 
lehnung und Hochzeit zugleich. Und auch die Einführung des 
jungen Johann in sein neues Reich gelang über die Maßen; 
am 7. Januar 1311 wurde er zu Prag gekrönt. Rechnet man 
hinzu, daß es den gewiegten Vertretern des Königs in Böhmen, 
dem Erzbischof Peter von Mainz und dem Grafen Berthold 
von Henneberg glückte, auch die thüringischen Wirren durch 
Anerkennung der Reichsunmittelbarkeit der Landgrafschaft bei— 
zulegen und so Böhmen nach Norden hin zu sichern, so darf 
behauptet werden, daß kaum ein politischer Erwerb des 14. 
Jahrhunderts gleich günstig von statten ging: mit Einem 
Schlage waren die Luxemburger unter die großen Häuser 
Deutschlands getreten. Und ward auch das Land unter Johann, 
einem ruhelosen Projektenmacher, schlecht verwaltet, so blieb es 
dem Haus doch erhalten: bis es Karl IV., schon im Jahre 
1334 vorübergehend sein Beherrscher, zum trefflichsten Besitze 
zu entwickeln verstand. 
Für König Heinrich aber machte der Erwerb Böhmens 
in gewissem Sinne nur Episode. In Frankreich gebildet, an 
auswärtige Beziehungen gewöhnt, strebte er sofort den großen 
internationalen Aufgaben des deutschen Königtums zu; schon am 
2. Juni 1810 hatte er den Papst um den Vollzug der Kaiser— 
krönung ersucht.
	        

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Urzeit Und Mittelalter. Heyfelder, 1904.
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